Bergbauern korrigieren Molterer: Gentechnikfreie Zone von BA für Bergbauernfragen schon längst definiert

Soll deshalb die BA für Bergbauernfragen liquidiert werden?

Wien (OTS) - Die Österreichische Bergbauern- und Bergbäuerinnen Vereinigung (ÖBV) korrigiert die Aussage des Bundesministers Molterer, er wisse nicht was "mit gentechnikfreien Zonen eigentlich gemeint ist". Schon im Jahre 2000 publizierte die Bundesanstalt für Bergbauernfragen umfangreiche Studien zu GVO-freien ökologisch sensiblen Gebieten. Dabei wird festgehalten, dass ein "GVO-freies Gebiet ein Gebiet ist, in dem keine absichtlichen Freisetzungen gentechnisch veränderter Organismen (GVO) und keine Verwendung von GVO als Saatgut stattfinden." Diese Studien dienten auch zur Begründung des österreichischen Importverbotes einer Gentech-Maissorte (siehe
http://europa.eu.int/comm/food/fs/sc/scp/out109_gmo_en.pdf).

Die Österreichische Bergbauern- und Bergbäuerinnen Vereinigung stellt dem Bundesminister Molterer gerne seine Studien zu gentechnikfreien ökologisch sensiblen Gebieten zur Verfügung.

Gleichzeitig protestieren wir auf das heftigste, dass die kleine effiziente Forschungseinrichtung, die führend im Rahmen eines Verwaltungsinnovationsprojekt des Bundes beteiligt ist, jetzt aufgelöst werden soll.

Für uns bleibt nur eine Interpretation: Man rächt sich für die Innovationen der BA für Bergbauernfragen zu Gentechnikfreien Zonen. Die erste Publikation der BA für Bergbauernfragen unter zentraler Verwendung des Begriffes Gentechnikfreie Zonen stammt aus dem Jahre 1997. Soll jetzt ein Exempel statuiert werden, dass sich gentechnikkritische Forschung nicht lohnt?

"Die ÖBV als Mitinitiatorin des Gentechnikvolksbegehrens hat sich immer schon für die Gentechnikfreie Zone Österreich eingesetzt und wir wissen auch ganz genau, wie man sie definiert", so DI Elisabeth Baumhöfer, Geschäftsf. der ÖBV. "Eine gesicherte Gentechnikfreiheit für unsere Landwirtschaft sowie die Sicherung eines unbelasteten Biologischen Landbaus ist nicht eine Behinderung sondern eine große Zukunftschance für alle Bauern Österreichs."

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DI Elisabeth Baumhöfer
Tel.: 01-8929400 oder 0664-2427450

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