Verzetnisch fordert Konjunkturbelegung und mehr Investitionen in die Ausbildung von Arbeitnehmern und Jugendlichen

"Arbeitslosen nützt zynische Faktendarstellung nicht"

Wien (SK) Um eine Entspannung am Arbeitsmarkt zu erreichen, müsse eine Konjunkturbelebung stattfinden, erklärte der SPÖ-Industriesprecher Friedrich Verzetnitsch am Donnerstag vor dem Nationalrat in einer dringlichen Anfrage. Mehr staatliche Investitionen in die Ausbildung von Arbeitnehmern und Jugendlichen seien eine sinnvolle Gegenmaßnahme. Der SPÖ-Industriesprecher kritisierte die Seitenhiebe auf die Wiener Arbeitsmarktsituation in den Ausführungen des Bundeskanzlers, schließlich befinde sich jeder vierte Arbeitsplatz in Wien. Der SPÖ-Politiker erklärte, dass in Wien mehr in Qualifikation und Wirtschaftsförderung investiert wird als in allen übrigen Bundesländer. Auch bei der Frauenbeschäftigungsquote sei Wien vorbildlich. Für den Rückgang der Arbeitsplätze in der Bundeshauptstadt seien die Entlassungen in den großen verstaatlichten Betrieben, wie Post und Bahn, sowie der Aufnahmestopp im Bund verantwortlich, erklärte Verzetnitsch. ****

Kritik am Leugnen des Konjunktureinbruches und am Unterlassen des erforderlichen Gegensteuerns äußerte der Industriesprecher in Richtung Bundesregierung. Was die neue Abfertigungsregelung betrifft, hoffe er auf eine gemeinsame Lösung mit der Regierung. "Bemühungen zur Arbeitsstiftung" auf dem Sektor der Bauwirtschaft oder in Bereichen, die Firmenschließungen zum Opfer gefallen sind, könne man bei der Bundesregierung kaum entdecken. Es sei an der Zeit die wichtigste Kapitalart, das "Humankapital" wieder "in die Arbeit" zu bringen. Weiters erteilte Verzetnitsch der vollen Besteuerung der Überstundenzuschläge und Erschwerniszulagen eine Absage. "Die Lohnnebenkosten senken ist nicht unsere Lösung."

Verzetnitsch machte auch auf die Situation älterer Arbeitnehmer aufmerksam, die "zu alt für Arbeit" aber "zu jung für die Pension" seien. "Wirtschaft und Regierung sollen über ihren Schatten springen." Das SPÖ-Konzept der zehn Punkte biete einen Ansatz dafür, betonte Verzetnitsch abschließend. (Schluss) at

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