Prammer zu Familienhospizkarenz: Regierung oktroyiert Dogma der Familie

Wien (SK) "Sie legen ein Dogma fest, wie wir zu leben haben, und berücksichtigen in ihren Gesetzen nicht jene Menschen, die nicht nach ihren Vorstellungen leben wollen", kritisierte SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer den Gesetzesbeschluss der Regierung zur Familienhospizkarenz am Donnerstag im Nationalrat. Mit dem Gesetzesbeschluss werde die Sterbebegleitung vielen Menschen nicht ermöglicht, es gehe sehr oft auch um Freunde, nicht nur um Familienangehörige, doch das passt nicht in ihre Philosophie", so Prammer in Richtung Regierungsbank. ****

"Wir sind einigermaßen verwundert, dass sie in der Mitte der Debatte stehen geblieben sind, es sollte doch ermöglicht werden, dass Menschen nicht alleine sterben müssen, doch was ist mit homosexuellen Männern und Frauen", so die SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende. Es sei auch ein Gesetz gegen einen bestimmten Teil von Frauen: Frauen, die alleinstehend sind und es sich nicht leisten können, eine Zeit lang aus dem Beruf ausuzuscheiden. Hier würde auch eine Härteausgleich nichts nützen, "doch an diese Gruppen haben sie nicht gedacht", stellte Prammer fest. "Dies ist nicht die Philosophie der SPÖ", so Prammer abschließend. (Schluss) sl

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