Silhavy fordert Recht für alle auf Familienhospizkarenz

Rot-Grüner Antrag für eine Mindestentgeltleistung bei Inanspruchnahme der Familienhospizkarenz

Wien (SK) In einem "Appell an das soziale Gewissen", der durch einen Abänderungsantrag untermauert wurde, rief SPÖ-Sozialsprecherin Heidrun Silhavy am Donnerstag im Parlament die Regierungsparteien dazu auf, allen Menschen - unabhängig von ihrem Einkommen - durch eine Mindestentgeltleistung aus dem FLAF die Möglichkeit zu eröffnen, die Familienhospizkarenz in Anspruch zu nehmen. Bisher habe sich die Regierung gegen eine derartige Existenzsicherung verwehrt, kritisierte Silhavy: "Nicht weil das Geld dazu nicht vorhanden ist, sondern weil sie es nicht will." Obwohl die Opposition der Regierung vier verschiedene Finanzierungsmodelle vorgelegt habe, sei diese "keinen Milimeter" von ihrem Standpunkt abgeweicht und habe eine "einzige Politshow" abgezogen. Als besonders Anliegen der SPÖ wertete Silhavy die Ausdehnung des Rechts auf die Inanspruchnahme der Familienhospizkarenz auf alle Lebensformen - und verleih dem mit einem gemeinsamen Abänderungsantrag mit den Grünen Nachdruck. ****

"Ich verstehe nicht, warum sie bei diesem Thema so agressiv reagieren", bemerkte Silhavy in Richtung der Koalitionsparteien. Nachdem die SPÖ mit einem Antrag die Debatte um die Familienhospizkarenz ins Laufen gebracht habe, "habe ich gedacht, dass es Grundkonsens ist, dass es in Österreich für jeden möglich sein müsse, in Würde zu sterben", so Silhavy. Alle Parteien haben sich bereit erklärt, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, wenn ein Mensch geboren wird und auch wenn ein Mensch stirbt - und dafür auch gesellschaftliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Die Regierung komme dieser Verantwortung jedoch nicht nach. "Sie sind zwar bereit, bei der Geburt 36 Monate Geld zu bezahlen, aber sie sind nicht bereit, drei bis sechs Monate Geld dafür zu zahlen, damit Menschen in ihren letzten Monaten von ihren Angehörigen begleitet werden können", kritisierte Silhavy . "Wo bleibt da ihr familienpolitisches, ihr soziales, ihr humanes Gewissen? "(Schluss)lm

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