Landauer: Beschluss der Pflegehospizkarenz ist Meilenstein für Humanität in Österreich!

Jetzt Patiententestament umsetzen

Wien, 2002-05-23 (fpd) - Als "Meilenstein für die Humanität in Österreich" bezeichnete heute die Gesundheitssprecherin der Wiener Freiheitlichen, Stadträtin Karin Landauer, den heutigen Beschluss der Pflegehospizkarenz im Parlament. Dies sei, so Landauer, ein weiteres Beispiel für die soziale Kompetenz dieser Bundesregierung. Mit dieser Beschlussfassung werde es den Menschen in unserem Land wesentlich erleichtert, ihre oft schwerkranken Angehörigen zu pflegen und deren Leiden etwas zu erleichtern. Ein menschenwürdigeres Leben mit einer schweren Krankheit sei somit gewährleistet, zeigte sich Landauer zufrieden. ****

Einmal mehr verwies die freiheitliche Gesundheitssprecherin auf die enorme
Bedeutung der raschen Verwirklichung des Patiententestaments. "Das Patiententestament ist eine Willenserklärung für Menschen jeden Alters, für den Fall Vorsorge zu treffen, dass sie im Angesicht des Todes nicht mehr in der Lage sind, wichtige Entscheidungen für sich selbst zu treffen". Damit könne Menschenwürde bis zuletzt gelebt werden. Sterbebegleitung und Sterbebeistand seien nicht nur eine individuelle Aufgabe der Betroffenen, sondern auch der gesellschaftliche Auftrag einer humanen Medizin, so Landauer.

Landauer sprach sich weiters für einen Ausbau der Palliativ-Stationen aus, um den Spitalspatienten ein würdigeres Sterben zu ermöglichen. "Ab dem Zeitpunkt, wo das Ärzteteam im Interesse des Patienten zugeben muss, dass es keine kurative Therapie mehr gibt, solle -"Recht auf Sterbebegleitung" - in allen Wiener Spitälern möglich sein". Es sei die Pflicht, den Patienten den Lebensabend so angenehm wie möglich zu gestalten. Entsprechend seien auch die Pflegemaßnahmen zu wählen, forderte Landauer.

Abschließend äußerte Landauer die Bitte an die Medien, statt dem Wort Sterbekarenz das Wort Pflegekarenz zu verwenden. "In den heutigen Nachrichtensendungen ist jedes Mal von Sterbekarenz die Rede. Es sollte jedoch der Bevölkerung richtig mitgeteilt werden, dass es sich um die Beschlussfassung der Pflegekarenz handelt". (Schluss) lb

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