Mediziner-Kongress in Wien - Mindestens 5,2 Milliarden Euro stehen zur Debatte

Wien (OTS) - Auf dem "1. Österreichischen Kongress über blutsparende Medizin", der am 24./25. Mai in Wien stattfindet, bahnt sich eine Sensation an: Zum ersten Mal in der Medizin-Geschichte wird eine ökonomische Studie vorgelegt, in der die Minimalkosten abgeschätzt sind, die bei Bluttransfusionen in insgesamt 15 europäischen Staaten entstehen. Die eher vorsichtige Hochrechnung, die den kostenintensiven Weg des Blutes vom Spender bis zum Empfänger verfolgt, kommt auf die Gesamtsumme von 5,2 Milliarden Euro - Tendenz steigend.

Allein diese neue Studie birgt genug Diskussionsstoff für die Anästhesisten, Traumatologen, Hämatologen Chirurgen, Intensiv- und Transfusionsmediziner, die sich zum Fach-Symposium im Jugendstiltheater des Wiener Otto-Wagner-Spitals einfinden. Die Kostenfrage in der Medizin wird das Thema der blutsparenden Behandlungsmethoden künftig womöglich stärker beschleunigen, als die bereits jahrelang anhaltende Diskussion über die höheren Risiken, die den Operationen mit Bluttransfusionen anhaften.

Der sparsamere Umgang mit Blut ist in der Medizin allerdings nur dann möglich, wenn es zur althergebrachten Praxis blutsparende Alternativen gibt. Genau diese Alternativen für Chirurgie, Geburtshilfe, Neonatologie und Hämatologie werden von den internationalen Experten dem Fachpublikum auf dem Kongress auf breiter Basis vorgestellt. Auch das Risiko-Nutzen-Verhältnis sowie die Grenzen der Blutsparmethoden werden in diesem Kreis anhand einer Studie der Zeugen Jehovas als Patienten - ihnen schreibt man den Anstoß für das Umdenken in der modernen Medizin zu - ausführlich diskutiert werden. Die blutsparende Medizin hat seit kurzem den Schwenk von einer Spezialmethode für transfusionsunwillige Einzelpatienten hin zur allgemeinen Volksgesundheit eingeleitet. Dieser Aspekt ist ethisch höher einzuschätzen als der Kostenfaktor unterschiedlicher Behandlungsmethoden.

Der Fachkongress wird vom österreichischen Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen und dem Wiener Krankenanstaltenverbund - Teilunternehmung Krankenanstalten und Pflegeheime veranstaltet.

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