Irakische Kinder vor Heimreise auf Kurzbesuch bei LH Haider

Ärztliche Behandlung war voll gerechtfertigt - Humanitäre Aktion hat Umdenken bewirkt - was ein grosser Fortschritt ist

Klagenfurt (LPD) - Den beiden kranken irakischen Kindern, die seit rund zwei Wochen am LKH Klagenfurt behandelt wurden, geht es den Umständen entsprechend gut. Heute wurden sie sowie ihre Väter von Landeshauptmann Jörg Haider in dessen Büroräumen verabschiedet. Die Iraker bedankten sich für das einzigartige Engagement Haiders und drückten ihre Hoffnung aus, den Landeshauptmann möglichst bald wieder in Bagdad zu sehen.

Die ärztliche Behandlung sei voll gerechtfertigt gewesen, sagte Haider und verwies darauf, dass die beiden Kinder im Alter von 2 und 12 Jahren Tumore hatten, die am LKH erfreulicherweise als nicht bösartig diagnostiziert werden konnten. Die Kinder werden weiterhin in ihrer Heimat unter ärztlicher Beobachtung bzw. Nachbehandlung stehen, dies unter Konsultation mit den Kärntner Ärzten.

Der Landeshauptmann führte aus, dass seitens des Sozialministers Herbert Haupt geplant sei, eine weitere Gruppe von Kindern aus dem Irak in Österreich behandeln zu lassen. Diese Initiative laufe so ab wie dies auch mit Kindern aus anderen Ländern der Fall war, u. a. jenen aus Tschernobyl. Diese Hilfsaktion habe jedenfalls viel Nachdenklichkeit ausgelöst, freut sich der Landeshauptmann. Denn nun stehe die humanitäre Seite des Irak-Problems wieder stärker im Vordergrund, was bislang durch die Sanktionspolitik nicht möglich war. Diese Änderung auf höchster Ebene, wieder Hilfe für die Zivilbevölkerung zuzulassen, sei ein großer Fortschritt, unterstrich der Landeschef. (Schluss)

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