Akute Feuerbrandgefahr auch an Bäumen in Wien und Umgebung

Wiener Bauernbund: Vorsorgemaßnahmen dringend gefordert

Wien, 21. Mai 2002 (AIZ). - In der Steiermark und in Westösterreich sind in letzter Zeit gehäuft Fälle des gefürchteten Feuerbrandes an Bäumen und Sträuchern aufgetreten. Es ist zu befürchten, dass sich der Befall auch in der Stadt Wien fortsetzt. Der Wiener Bauernbund fordert deshalb dringend vorbeugende Maßnahmen und eine wirtschaftliche Absicherung der Betroffenen. Feuerbrand hat bereits in der Schweiz und Deutschland gehörigen Schaden angerichtet, bevor die gefährliche Pflanzenkrankheit nach Österreich eingeschleppt wurde. Wenn Feuerbrand bereits sichtbar wird, gibt es kaum mehr wirkungsvolle Bekämpfungsmaßnahmen. Dann bleibt nur mehr als letzter Ausweg, die befallenen Bäume und Sträucher umzuschneiden und zu verbrennen, um eine weitere Verbreitung zu verhindern.

"Der Bauernbund fordert deshalb die Wiener Stadtregierung dringend auf, einen Warndienst mit geeigneten technischen Hilfsmitteln einzurichten. Nur durch systematische Untersuchungen und Monitoring zu geeigneten Zeitpunkten kann das Auftreten der Krankheit rechtzeitig erkannt werden", warnt der Obmann des Wiener Bauernbundes, Gottfried Schabbauer.

Feuerbrand ist eine bakterielle Erkrankung der Bäume und Sträucher und kann in jedem Garten auftreten. Hauptbetroffene von Feuerbrand wären aber Wiens Obstbauern und Baumschulen. "Wiens landwirtschaftliche Betriebe befinden sich seit dem EU-Beitritt ohnedies unter enormen Druck. Ein stärkerer Befall von Feuerbrand würde die Betriebe an den Rand ihrer Existenz treiben. Wir brauchen unbedingt ein wirtschaftliches Sicherheitsnetz und fordern deshalb die Wiener Stadtregierung dringend dazu auf, eine entsprechende Verordnung zur Bekämpfung von Feuerbrand zu erlassen. Darüber hinaus sind im Seuchenfall unbedingt Entschädigungszahlungen - wie sie auch bei der Bekämpfung von Tierseuchen vorgesehen sind - einzuplanen", fordert Schabbauer.
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