Kautz: Heimische Schlüsselunternehmen müssen in österreichischer Hand bleiben

Die Pläne von Finanzminister Karl-Heinz Grasser, die ÖIAG zu zerschlagen, gefährdet bundesweit Hunderttausende Arbeitsplätze

St. Pölten, (SPI) - "Was es bedeutet, wenn heimische Firmen von ausländischen Konzernen übernommen werden, zeigt sich aktuell am Fall Semperit - die Produktion wird verringert und ausgelagert, die Arbeitsplätze werden zuerst gefährdet und gehen letztendlich verloren", spricht sich Landtagsabgeordneter Herbert Kautz entschieden gegen eine Zerschlagung der staatlichen Industrieholding - der ÖIAG - und die damit verbundene Gefährdung der industriellen Zukunft Österreichs aus. Noch kann die ÖIAG als Kernaktionär einiger großer und wirtschaftlich bedeutender österreichischer Unternehmen strategischen Einfluss geltend machen. Anteile bestehen etwa an so profitablen Industriebetrieben wie der Voest-Alpine, Böhler-Uddeholm und der OMV. Stark betroffen wären aber auch die Austrian Airlines und die Telekom Austria. Nach einer Privatisierung und einem folgenden Aufkauf durch ausländische Unternehmen käme es zu einer Verlagerung des Firmensitzes, was neben der Auflösung der österr. Zentrale und den damit verbundenen Arbeitsplatzverlusten auch zu einer Verlagerung der Forschungseinrichtungen führe. Kautz: "So gingen Unmengen von Arbeitsplätzen bei den Unternehmen selbst verloren und auch die Zulieferindustrie samt den dort Beschäftigten müssten sich um ihre Zukunft sorgen."****

Grundlegend stellt Kautz die Sinnhaftigkeit der Auflösung der ÖIAG in Frage: "Warum verkaufe ich eine Topfirma, die mir jährlich sehr hohe Dividenden einbringt? Arbeitsmarktpolitische Gründe kann ich keine erkennen und auch wirtschaftlichen Vorteile können kaum dahinter stehen, da sich die Staatsschuld dadurch nur geringfügig reduziert. Im Sinne einer Sicherung von Wirtschaft und Arbeitsplätzen kann von dieser Zerschlagung der ÖIAG nur Abstand genommen werden." Gefordert sei ein Umdenken der Regierung in Richtung einer verantwortungsvollen Wirtschaftspolitik, die die ÖIAG in eine Beteiligungsgesellschaft aufwerte, die effiziente Industriepolitik macht. Um leistungsstarke Unternehmen und hochqualifizierte Jobs abzusichern, sollte die ÖIAG ein positiv orientiertes Konzept zur Weiterentwicklung der industriellen Substanz erhalten.
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