Alternativen zur Justizanstalt-Aussenstelle Rottenstein werden umfassend geprüft

LH Haider und die Minister Böhmdorfer und Reichhold machten sich "vor Ort" ein Bild - Neues Bezirksgericht und Freigänger-Haus in Klagenfurt geplant

Klagenfurt (LPD) - Die Zukunft der Justizanstalt-Aussenstelle Rottenstein (St. Georgen am Längsee) ist noch nicht endgültig fixiert. Justizminister Dieter Böhmdorfer plant die bestmögliche Veräusserung dieser Anstalt (Ökonomie), da sie unwirtschaftlich sei und modernen Anforderungen des Strafvollzugs nicht mehr genüge. Der Justizminister besuchte am Freitag zusammen mit Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider und Infrastrukturminister Mathias Reichhold die als landwirtschaftliches Gut geführte Justizanstalt, wo sie mit den Verantwortlichen, allen voran Oberst Adolf Herzer und Oberst Franz Kotzian diskutierten.

Der Justizminister plant wie berichtet die Auflösung der - 40 Haftplätze beherbergenden - Aussenstelle und die Errichtung eines Freigänger-Hauses für 30 Häftlinge in Klagenfurt.

Weiters ist der Neubau eines Bezirksgerichtes in Klagenfurt geplant, in welchem auch die Kriminalabteilung der Gendarmerie untergebracht werden soll. Die Räumlichkeiten des derzeitige Bezirksgerichtes Klagenfurt (integriert ins Landesgericht) sollten dann dem Landesgericht bzw. für Haftzwecke zur Verfügung stehen.

Der Landeshauptmann sagte, dass alle Alternativmöglichkeiten und deren Wirtschaftlichkeit geprüft bzw. ein genauer Kostenvergleich in allen Details gemacht werden müßte und die Entscheidung dann davon abhängen sollte. Es müßte dabei auch die Situation der zehn Justizwachebeamten vor Ort mitbetrachtet werden. Der Landeshauptmann ersuchte den Justizminister, bei stärkerer Auslastung des Gefangenenhauses in Klagenfurt die dortige personelle Unterbesetzung im Nachtdienst abzustellen.

Im Fall, dass Rottenstein aufgelassen wird, müßte über die Nutzung dieses herrlichen Areals intensiv diskutiert werden. Eine Möglichkeit wäre auch, dass sich das Land dafür interessiert, um beispielsweise eine Stätte der Betreuung von Problemjugendlichen einzurichten. Die inhaltliche Auseinandersetzung werde noch längere Zeit dauern, denn alles sei gesamthaft zu betrachten und die Alternative müsse für Kärnten eine Verbesserung gegenüber derzeit bedeuten, unterstrich Haider.

Böhmdorfer sagte, dass das landwirtschaftliche Gut um 1,4 Mio Euro erworben und um 10,2 Mio Euro renoviert wurde, der Wert jedoch kaum mehr als 5 Mio Euro betrage und weiterer Renovierungsbedarf bestehe. (Schluss)

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