Nach Rieder-Interview: Wiener Linien überlegen Streik

Aussagen von Finanzstadtrat Rieder in der Wiener Zeitung verunsichern Kollegenschaft, Privatisierung des kommunalen Busbetriebes für GdG-Hauptgruppe-Vorsitzenden Simanov "kein Thema"

Wien (GdG/ÖGB). Aussagen des Wiener Finanzstadtrats Sepp Rieder zur Privatisierung im Busbereich der Wiener Linien ziehen nun weite Kreise. Bei der Personalvertretung der Wiener Linien werden Überlegungen laut, sich dem angekündigten Streik beim Postbus anzuschließen.++++

Die Kollegenschaft der Wiener Linien ist verunsichert, die Personalvertretung zutiefst verärgert. In einem Interview mit der Wiener Zeitung hatte Wiens Finanzstadtrat Sepp Rieder Mittwoch kundgetan, er könne sich im Fall der Wiener Linien "durchaus vorstellen, dass im Busbetrieb die Privaten stärker mitmischen und dem Verkehrsunternehmen ernsthaft Konkurrenz machen." Dazu Franz Simanov, Vorsitzender der Hauptgruppe IV - Wiener Linien der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG): "Der großartige Erfolg bei den Gewerkschafts- und Personalvertretungswahlen vom 8. Mai dürfte nicht der Geschmacksrichtung des Herrn Finanzstadtrats entsprechen. Anders kann ich mir diesen Ausritt nicht erklären." Bei Betriebsbesuchen des Wiener Bürgermeisters vor den Personalvertretungswahlen, aber auch in Gesprächen bei Stadtrat Rieder, sei immer die Zusicherung gegeben worden, dass an die Ausschreibung des kommunalen Busbetriebes nicht gedacht sei. Simanov:
"Internationale Beispiele zeigen, dass solche unüberlegten Experimente auf Kosten der Bediensteten, aber auch der Kunden gehen. Das ist für uns auch weiterhin kein Thema."

ÖGB, 15. Mai 2002
Nr. 443

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