Sallmutter zu Raidl: Will Österreichs Wirtschaft italienische Zustände?

Klare Absage des GPA-Chefs an Abschaffung von Feiertagen

Wien (GPA/ÖGB). "Die neuerlichen Vorstöße von Vertretern der Industrie, Feiertage zu streichen oder zu verlegen, sind ein Beweis mehr, dass die Wirtschaft heute primär an einer Kostensenkung zu Lasten der Arbeitnehmer interessiert ist. Die Informationskampagne des ÖGB zu den Lohnnebenkosten ist deshalb notwendiger denn je”, erklärt der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA); Hans Sallmutter, zum neuerlichen Vorstoß von Boehler-Uddeholm-Chef Claus Raidl.++++

"Wenn Herr Raidl Italien als Vorbild für Österreichs Wirtschaftsleben ins Spiel bringt, so ist zu fragen, ob Herr Raidl die Zustände unseres Nachbarlandes herbeiführen will. Offensichtlich haben die Spitzen aus Wirtschaft und Industrie noch immer nicht erkannt, welch großer Wert sozialer Friede für die Qualität eines Standortes darstellt. Die Herren sollten sich auch fragen, warum unser Land in Sachen Produktivität im Spitzenfeld der Industriestaaten liegt." Österreich habe international vergleichweise eine niedrige Rate an Krankenständen und eine hochproduktive und hochqualifzierte Arbeitnehmerschaft. Sallmutter: "Die Menschen haben sich die Feiertage also redlich verdient." "Die Österreichischen Gewerkschaften sind immer an partnerschaftlichen Lösungen interessiert. Sollte jedoch die Regierung gewillt sein, die Ideen von Fritz, Raidl und Co. umzusetzen, so könnte Italien in Sachen gewerkschaftlicher Mobilisierung bald zum Vorbild werden", schloss Sallmutter.

ÖGB, 15. Mai 2002
Nr. 441

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Wirtschaft und Regierung wollen Österreichs ArbeitnehmerInnen Saures geben. Der ÖGB tritt für soziale Fairness ein. Mehr unter www.oegb.at

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