Mailath-Pokorny: Neues Profil für Historisches Museum

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Wien, (OTS) Ein neues, geschärftes Profil soll das Historische Museum der Stadt Wien für die Zukunft erhalten, um als Stadtmuseum den Ansprüchen des 21. Jahrhunderts gerecht zu werden, so Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny in einem Pressegespräch am Mittwoch. In dem gemeinsamen Gespräch mit dem amtierenden Direktor des Hauses, Dr. Günter Düriegl, der designierten kaufmännischen Leiterin Dkfm. Angelika Röhr, Dr. Siegfried Mattl, der an der Erstellung eines Leitbildes für das Museum beteiligt ist und dem Vorsitzenden des Kuratoriums Dr. Thomas Lachs betonte Mailath, es sei notwendig die Ausgliederung des Museums als Zäsur zu nützen, die dem Haus neue Chancen eröffnet. Sowohl die Rahmenbedingungen als auch das Publikum hätten sich geändert, das Museum müsse stärker als Dienstleistungsunternehmen in einem veränderten Umfeld agieren und zudem Kooperationen und dauerhafte Querverbindungen zu anderen Kulturinstitutionen suchen. Vor allem aktuelle Entwicklungen der Stadt sollten in das Museumsgeschehen einbezogen werden, er stelle sich das Museum als selektive Registratur des Zeitgeschehens vor. Zur Entwicklung des Karlsplatzes als Kunstplatz unter Beteiligung aller hier beheimateten kulturellen Institutionen könne das Historische Museum einen wichtigen Beitrag leisten.****

Mailath wies darauf hin, dass auf dem Weg zu diesem Ziel bereits die Ausgliederung des Museums und die Umgestaltung in eine "Wissenschaftliche Anstalt Öffentlichen Rechts" stehe. Dadurch könne das Museum flexibler und zeitgemäßer agieren. Weitere gesetzte Schritte: Die Konstituierung des Kuratoriums und die Wahl von Dr. Thomas Lachs zum Vorsitzenden des selben, die Bestellung von Dkfm. Angelika Röhr zur kaufmännischen Leiterin der Museen der Stadt Wien mit Wirkung vom 1. Juni 2002, die Experten-Enquete am 10. April zum Thema "Aufgaben und Ziele städtischer Museen im 21. Jahrhundert" und die bereits seit Herbst 2001 arbeitende Arbeitsgruppe, die mit der Erstellung einer Vorstudie zum Leitbild eines Stadtmuseums des 21. Jahrhunderts beauftragt ist.

Ausschreibung des künstlerisch-wissenschaftlichen Leiters

Seit 11. Mai, so Mailath-Pokorny weiter, läuft die internationale Ausschreibung des künstlerisch-wissenschaftlichen Leiters der Museen der Stadt Wien. Ende der Ausschreibungsfrist ist der 12. Juli 2002. Nach der Vorselektion der Bewerbungen durch einen Personalberater und den Hearings im Kuratorium übermittelt dieses seine Vorschläge im Herbst 2002 an den Stadtrat für Kultur und Wissenschaft. Der neue Direktor wird sodann durch die Wiener Landesregierung mit Wirkung vom 1. April 2003 bestellt. Er lege hier Wert auf ein transparentes Verfahren, sagte Mailath-Pokorny. An den Kuratoriumsvorsitzenden Dr. Lachs richtete er das Ersuchen um einen Dreier-Vorschlag. Schließlich sagte Mailath-Pokorny zum Vorgang der Ausschreibung, er schätze den amtierenden Direktor, der das Haus so weit gebracht habe und auch einer der Väter des Ausgliederungsprozesses sei. Durch diese Zäsur habe sich jedoch auch die Chance für die kommende Neupositionierung ergeben.

Dkfm. Angelika Röhr will sich im Museum u.a. um die Einführung eines modernen Rechnungswesens bemühen, Dr. Thomas Lachs legte die Rolle des Kuratoriums im Rahmen der Ausschreibung und Findung des neuen wissenschaftlich-künstlerischen Leiters dar und Dr. Siegfried Mattl stellte die Vorstellungen der Arbeitsgruppe zur Findung des Leitbildes für das Stadtmuseums des 21. Jahrhunderts vor: Unter anderem mit einem verstärkten Eingehen auf die gegenwärtige urbane Kultur und Gesellschaft bis hin zu sozialen Fragen und auch die Darstellung durch neue Techniken wie Visualisierungen der Stadt. (Schluss) gab/vo

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