Prammer: Weltfamilientag ist Anlass, ein anderes Konzept zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu präsentieren

Wien (SK) SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer nahm den heutigen Internationalen Tag der Familie zum Anlass, um in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit SPÖ-Bundesparteivorsitzendem Alfred Gusenbauer ein "anderes Konzept" zu präsentieren, "um Familie und Beruf unter einen Hut" zu bringen. Während die konservative Regierung Verschlechterungen für Frauen und Familien gebracht habe, setze die SPÖ auf Weiterbildung und Zeitautonomie für Eltern.****

Es sei darauf Rücksicht zu nehmen, dass bereits ein Drittel der Frauen Alleinerzieherinnen sind, betonte Prammer. Diese benötigen ein Einkommen, das ein Abdecken der Lebenshaltungskosten für sie und ihre Familie ermögliche: "Frauen brauchen ein Einkommen, von dem man leben kann", so Prammer. Nach wie vor seien aber ein großer Teil der Frauen in ungesicherten Arbeitsverhältnissen und Teilzeitbeschäftigung sowie in Branchen, die traditionell zu den schlechter bezahlten zu zählen seien. "Frauen sind nach wie vor auf die wenigen Berufsfelder Handel, Gastgewerbe, Hotellerie sowie Verkauf beschränkt", erklärte Prammer.

Weiterbildungsmaßnahmen seien beim Wiedereinstieg daher auch "eine Chance, in eine andere Branche zu wechseln". Im Bereich der Informations- und Internettechnologie gebe es wesentliche Impulse. Die Bundesregierung würde hier aber durch ihre Maßnahmen zur Budgetsanierung "jedem Arbeitslosen ein Siebentel des dafür zur Verfügung stehenden Betrags wegnehmen", so Prammer.

Prammer verwies weiters auf die Notwendigkeit des Ausbaus der Kinderbetreuungseinrichtungen: "Wenn die Betreuungsmöglichkeiten nicht gegeben sind, bleibt den Frauen nichts anderes übrig, als ihre Erwerbstätigkeit einzuschränken", erklärte Prammer. Ein Zeitautonomie-Modell, das genauso rechtlich abgesichert sein soll wie der Urlaubsanspruch, soll dem Abhilfe schaffen. "Dadurch würde der Wirtschaft auferlegt, auf die Bedürfnisse der Eltern Rücksicht zu nehmen", betonte Prammer. Vorbild sei Schweden. Die Eltern sollen autonom selbst entscheiden können, wie sie ihre Arbeitszeit gestalten - "und nicht von einer konservativen Regierung, die wirklichen Bedürfnisse ignorierend, vorbestimmt". In Richtung eventueller Einwände der Inkompatibilität mit den wirtschaftlichen Notwendigkeiten erklärte Prammer abschließend: "Auch in Schweden ist die Wirtschaft nicht zugrunde gegangen." (Schluss) up

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