Bartenstein: Staatspreis für Arbeitssicherheit - eine Premiere!

Österreich soll Land mit wenigsten Arbeitsunfällen werden

Wien (BMWA/OTS) - Als eine wichtige österreichische Premiere bezeichnete Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein am Dienstagabend die Verleihung des ersten Österreichischen Staatspreises für Arbeitssicherheit im Rahmen einer Festveranstaltung im Technischen Museum in Wien. Sicherheit und Gesundheit sind wichtige strategische Erfolgsfaktoren für den Standort Österreich, betonte der Minister in seiner Rede, gleichzeitig stellen sie auch wichtige gesellschaftliche und soziale Anliegen der Menschen dar. ****

Die Entwicklung der Zahlen der Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten in Österreich ist erfreulicherweise rückläufig, führte Bartenstein weiter aus. Österreich hat mit seiner Unfallstatistik innerhalb der EU nach Finnland die niedrigste Zahl von Arbeitsunfällen. Zielsetzung muss es sein, dass Österreich das Land mit den wenigsten Arbeitsunfällen werde, unterstrich Bartenstein. Die ständige Fortentwicklung der Arbeitssicherheit stellt eines der vorrangigsten sozialpolitischen Ziele der österreichischen Bundesregierung dar. In diesem Zusammenhang soll der Staatspreis für Arbeitssicherheit zur Förderung von Initiativen zur Verbesserung der Qualität der Arbeitsbedingungen, der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes in den Betrieben anspornen, so der Arbeitsminister. Ausgezeichnete Unternehmen können und sollen in der Öffentlichkeit damit werben, dass sie in ihrem Betrieb den Menschen ein größtmögliches Maß an Sicherheit bieten. Sie werden als "Best Practice "-Beispiele anderen Unternehmen als Vorbild und Unterstützung dienen.

Für den "Staatspreis für Arbeitssicherheit 2002" gab es 32 Einreichungen. Aus diesen wurden von der Jury unter Vorsitz des Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit 12 Nominierungen ausgewählt und letztlich drei Preisträger gekürt.

Der 1. Platz ging an VAE Eisenbahnsysteme GmbH in Zeltweg für das Projekt
”Erfolge im Rahmen des Sicherheits- und Gesundheitsschutzprogrammes 2001”.

Es ist dies die Umsetzung von Punkten aus dem Maßnahmenkatalog der laufend durchgeführten Evaluierung im Hinblick auf eine wesentliche Verbesserung für die Arbeitnehmer. Dies betrifft vor allem Ölrauchbildung, Transportlogistik, mechanische Gefahren und Lärmbelastung bei der Schienenbearbeitung sowie die Mitarbeitermotivation und den Einbau der Aspekte Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in ein integriertes Managementsystem.

Der 2. Platz ging an Norske Skog Bruck GmbH aus Bruck an der Mur für folgende zwei Projekte
”ZAP - Zukunftsorientiertes Lehrlingsausbildungsprogramm” und ”keep cool - Reduzierung der Hitzebelastung”

In ”ZAP wurde die Arbeitssicherheit in die Lehrlingsausbildung als Bestandteil des täglichen Lebens integriert und so ein Grundstein für das zukünftige Arbeitsverhalten und Gesundheitsverhalten der Jugendlichen gelegt.

”keep cool Reduzierung der Hitzebelastung” ist eines der Ergebnisse eines Gesundheitsförderungsprogramms das im Jahr 2000 gestartet wurde. Im Bereich der Papiermaschine wurde die Schutzausrüstung schrittweise verbessert und die Arbeitsorganisation umgestaltet. Überdies wurde ein klimatisierter Raum eingerichtet in dem die Arbeitnehmer bei erhöhter Pulsfrequenz, die individuell von der Arbeitsmedizinerin festgelegt wurde, Ruhepausen einlegen. Somit konnte die Belastung der Arbeitnehmer durch Hitzeeinwirkung wesentlich gesenkt werden.

Der 3. Platz ging an L. Kasses & Co. Elektrobäckerei in Thaya im Waldviertel für
”LEO - Ergonomische Innovation in der Backstube”

LEO" ist ein neuartiger Beschickungsroboter, der auf Initiative der Bäckerei Kasses & Co entwickelt worden ist und dort auch eingesetzt wird. Er stellt eine ergonomische Innovation dar, und verändert Arbeitsabläufe an den Backöfen so, dass die schwere körperliche Arbeit unter extremen Bedingungen entfällt.

Neben den Preisträgern wurden folgende Unternehmen für den Staatspreis nominiert:
Johnson & Johnson Gesm.b.H., Hallein
Neusiedler AG, Haumening
Borealis GmbH, Schwechat-Mannswörth
SKF Österreich AG, Steyr
voestalpine Stahl Gm.b.H., Linz
Liebherr-Werk Bischofshofen GmbH, Bischofshofen
Teerag Asdag AG, Wien
Lenzing AG, Lenzing
SAPPI Gratkorn GmbH, Gratkorn

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