KORRIGIERTE NEUFASSUNG zu OTS0126 von heute: KPÖ kritisiert Abfertigungsreform der Regierung

Diese Reform zahlen sich die Erwerbstätigen selber

Wien (OTS) - Kritik von der KPÖ gibt es bezüglich der gestern im Ministerrat beschlossenen Abfertigungsreform. Michael Graber, wirtschaftspolitischer Sprecher der KPÖ: "Es ist zwar ein Fortschritt, wenn ab dem ersten Tag eines Beschäftigungsverhältnisses und bei Selbstkündigung ein Anspruch auf Abfertigung gegeben ist. Doch festzuhalten ist: diese Reform bezahlen sich die ArbeiterInnen und Angestellten selbst. Waren bisher 25 Jahre zur Erreichung einer Abfertigung in Jahreshöhe nötig, so werden nun 40 Jahre benötigt. Das bedeutet real, dass niemand mehr eine Abfertigung in der Höhe eines Jahresgehaltes ausgezahlt bekommen wird."

Graber weiters: "Die Abfertigung ist kein Geschenk der Unternehmen an die ArbeitnehmerInnen, sondern Teil des vorenthaltenen Arbeitsentgelts. Durch die neue Abfertigungsregelung werden sich die Unternehmer über Jahre hinweg zig Millionen Euro an Abfertigungszahlungen ersparen." Für Graber immer noch existent ist auch die Gefahr, "dass die Regierung die Abfertigung als Zwangssparen für private Pensionskassen kassieren will. Hier ist der ÖGB gefordert, eine klare Position einzunehmen".

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