Echerer: Europäische Kommission soll Buchpreisbindung auf Internethandel ausweiten Grüne: "Gängige Praxis gefährdet das österreichische Buchpreisbindungssystem”

OTS (Wien) - Am Donnerstag wird im Europäischen Parlament ein Richtlinienentwurf zum Schutz der österreichischen Buchpreisbindung, abgestimmt. "Die EU-Kommission hat dem nationalen Preisbindungssystem für Bücher zugestimmt. Jetzt sollen die Möglichkeiten zu dessen Aushebelung unterbunden werden”, erklärt heute die Grüne Europaabgeordnete Mercedes Echerer.
Nach der Entscheidung der Kommission im Fall Libro bestehen derzeit für österreichische Buchhändler (auch Internethändler), andere Wettbewerbsbedingungen als für Importeure, Exporteure und Internethändler aus anderen Ländern. Bücher die z.B. über das Internet, in einem anderen Land gekauft werden, können unter dem gesetzlich geregelten Preis bezogen werden.

"Die gesetzliche Preisbindung für Bücher, die es in Österreich seit 1. Juli 2000 gibt, ist eine wesentliche Errungenschaft, zum Schutz österreichischer AutorInnen und zur Gewährleistung der kulturellen Vielfalt auf dem heimischen Buchmarkt. Die Möglichkeit, billige Bücher über das Internet aus anderen Ländern zu kaufen, konterkariert die Buchpreisbindung und verschafft österreichischen Buchhändlern einen Wettbewerbsnachteil”, erläutert Echerer.
Die Grünen fordern eine Richtlinie, nach der auch Internet-Verkäufe von Büchern der Preisbindung unterworfen werden dürfen, wenn sie eine Umgehung der inländischen Preisbindung bezwecken oder verursachen. Weiters sieht der Richtlinienentwurf vor, dass bestimmten Lesergruppen, wie SchülerInnen, StudentInnen und Büchereinen, Preisnachlässe gewährt werden können.

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