Lothar Matthäus schießt im NEWS-Interview scharf gegen Rapid.

Matthäus: "Rapid ist ärgere Schlangengrube als Bayern." Mattäus über Herzog: "Schuld, dass ich nicht mehr Rapid-Trainer bin."

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin NEWS in seiner morgen erscheinenden Ausgabe berichtet, kann Lothar Matthäus seinen Rauswurf als Trainer bei Österreichs Rekordmeister Rapid Wien überhaupt nicht nachvollziehen. In einem Exklusiv-Interview fährt der deutsche Rekord-Internationale schwere Geschütze gegen Präsidium und Vereinsverantwortliche auf.

Von Präsident Rudolf Edlinger hätte er sich, so Matthäus, mehr Ehrlichkeit gewünscht. Matthäus: "Er ist Politiker und man weiß ja, dass Politiker nicht immer die Wahrheit sagen. Aber in meinem Fall war er Präsident von SK Rapid und es wurde von seiner Seite nicht mit offenen Karten gespielt." Lothar Matthäus schwerste Vorwürfe, er hätte nicht immer die stärkste Mannschaft spielen lassen dürfen, um Auflaufprämien zu zahlen. Matthäus: "Es gab Vorgaben vom Verein, dass ich bei der Mannschaftsaufstellung Rücksicht auf die wirtschaftliche Situation nehmen soll. Man hat mir nahegelegt, den einen oder anderen bei der Aufstellung wegzulassen. Egal, ob Jürgen Kauz oder Rene Wagner..... da glaube ich, hat es dem Verein schon gefallen, dass diese Spieler ihre Auflaufprämien nicht erhalten haben."

Umso mehr wundere Matthäus sein Rauswurf. Matthäus: "Wenn ein Verein wirtschaftlich schon so angeschlagen ist, finde ich es komisch, dass man sich auf sowas einlässt." Rapid müsse ihm nämlich weit mehr überweisen, als ursprünglich kolportiert. Angeblich landen noch 800.000 Euro zur Versüssung seines Abschieds auf Matthäus Konto.

Aber auch Kapitän Andreas Herzog kriegt sein Fett ab. Matthäus sei von Anfang an gegen seine Verpflichtung gewesen. Matthäus: "Ich habe mir immer gedacht, wenn einer bei Werder Bremen vier Monate nur auf der Bank sitzt, muss mit ihm etwas nicht stimmen. Meines Wissens war er ein Einstandsgeschenk von Präsident Edlinger. Er musste ja etwas mitbringen." Vor allem sei Matthäus von Herzog menschlich schwer enttäuscht worden. "Die Wahrheit ist, dass die Spieler untereinander keine Mannschaft waren. Die Verpflichtung von Andi Herzog hat sicherlich seinen Teil dazu beigetragen. Er wurde als Führungsspieler zum SK Rapid geholt, ist dem aber weder auf dem Platz noch außerhalb des Platzes nachgekommen. Er hat, unbewußt würde ich sogar sagen, dazu beigetragen, dass ich jetzt nicht mehr Rapid-Trainer bin." Matthäus vergleicht sogar Herzogs Rolle mit der seines Intimfeindes Stefan Effenberg bei Bayern München.

Und in Richtung anderer Vereinsverantwortlicher meint Matthäus:
"Ich habe immer geglaubt, Bayern München ist eine Schlangengrube, aber jetzt weiß ich, dass die Schlangengrube Rapid noch viel tiefer ist."

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