Jerusalem: "Wir lehnen ‚Private City Patrol’ strikt ab!"

Wiener Grüne sehr besorgt über Entwicklungen hin zu Privat-Sheriff-Systemen.

Wien (Grüne) - "Zwei Anläufe Wien mit Privat-Sheriffs zu versorgen sind bereits gescheitert, nun startet der dritte Versuch", gibt sich die Sozialsprecherin der Wiener Grünen Susanne Jerusalem erzürnt. Mit der Wiener Polizei wurden die Spielregeln angeblich schon festgelegt. Die "Privat-Sheriffs" sollen in orangen Jacken mit der Rückenaufschrift "Private City Patrol", Schirmkappen und Sportschuhen auftreten. Handschellen werden verdeckt getragen, Pistolen und Videokameras gehören nicht zur Ausrüstung. Die Fehler der ersten Versuche will man offensichtlich vermeiden - eine martialische Kostümierung und die Begleitung von Schäferhunden hatten die zwangsbeschützte Bevölkerung eher geängstigt als beruhigt. Gemeinderätin Susanne Jerusalem: "Das bunte Softikostüm sollte niemanden täuschen, Private, die sich als Polizei aufspielen, sind jedenfalls gefährlich und abzulehnen".

Zur Erinnerung: Die Reserverambos im Esterhazypark hatten etwa eine den Park querende Frau mit der vollen Autorität ihres "Amtes" kategorisch aufgefordert, ihre Tasche auszuleeren. Was genau kontrolliert werden sollte, ging aus der "Amtshandlung" nicht hervor. Eingeschüchtert durch Ledermontur, Schlagstock und Schäferhund ist die Frau der Aufforderung nachgekommen und "durfte" danach weitergehen. Erst danach ist ihr gedämmert, dass das so ja nicht sein könne. Jerusalem: "Erwachsene Männer, die Lust am Räuber und Gendarm Spielen haben, sind mit einem Computerspiel besser ausgerüstet als mit Montur und Handschellen. Wir wollen definitiv keine Privat-Sheriffs".

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