ÖGB-Frauen zu Familientag: Kein Anlass zum Zurücklehnen, Herr Minister Haupt

Arbeitswelt kinder- und elterngerecht gestalten

Wien (ÖGB). "Der heutige Familientag sollte kein Anlass sein, sich in Lobeshymnen zu ergehen. Die Bundesregierung hat massiven Handlungsbedarf, was die Vereinbarkeit von Beruf und Familie betrifft", reagiert ÖGB-Frauenvorsitzende und Vizepräsidentin Renate Csörgits auf die heutige Aussendung von Minister Haupt anlässlich des Internationalen Tages der Familie. Die finanzielle Förderung allein löse nicht die Probleme junger Familien, die Regierung solle sich mit dem Kindergeld nicht aus der Verantwortung für die Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen stehlen, so Csörgits weiter.++++

Tatsache sei nach wie vor, dass junge Frauen beim Wiedereinstieg massive Probleme hätten. "Eine längere Babypause bringt für die Karrierechancen und die Einkommensentwicklung größere Nachteile als zum Beispiel eine Phase der Arbeitslosigkeit", erklärt die ÖGB-Frauenvorsitzende. Notwendig seien deshalb Erleichterungen bei der partnerschaftlichen Teilung der Versorgungsarbeit. Konkret fordern die ÖGB-Frauen ein Recht auf Teilzeitarbeit bis zum Schuleintritt des Kindes für Mütter und für Väter. Zusätzlich sei der flächendeckende Ausbau von qualitätsorientierten ganztägigen Kinderbetreuungseinrichtungen nötig. "Wir sind EU-weit Schlusslicht, was die Dichte der Kinderbetreuungseinrichtungen betrifft. Insbesondere beim Ausbau der Betreuungsplätze für unter 3-Jährige gibt es massiven Handlungsbedarf. Anstatt sich zurückzulehnen, sollte sich Minister Haupt lieber bei seinen Regierungskollegen um Bundesmittel für den Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen einsetzen", so Csörgits abschließend.(mfr)

ÖGB, 15. Mai 2002
Nr. 440

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