Niederwieser kritisiert neue ForschungsGmbH: Weitere schallende Ohrfeige für Unis

Wien (SK) Als "weitere schallende Ohrfeige für die Universitäten" bezeichnete SPÖ-Wissenschaftssprecher Erwin Niederwieser den gestrigen Ministerratsbeschluss, wonach die bisher zehn bis 12 Forschungsförderungstöpfe künftig in zwei Cluster aufgehen sollen. "In allen zivilisierten Demokratien ist es üblich, einen Fonds für die Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) zu erhalten, dem man die Vergabekriterien überlässt und wo die Entscheidungsgremien aus der Wissenschaft selbst kommen", so Niederwieser. Durch die geplante Neustrukturierung der Fördertöpfe werde dieses bewährte System mit einem Schlag zerstört, kritisierte Niederwieser am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ, der sich darüber wundert, "dass Bildungsministerin Gehrer dieser uni-feindlichen Regelung zustimmte". ****

Die Zielsetzung des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) und des Fonds zur Förderung für die gewerbliche Forschung (FFF) sei völlig unterschiedlich, diese Fonds zu einer Gesellschaft zusammenzuführen bedeute den Verlust an Selbständigkeit, so der SPÖ-Wissenschaftssprecher. "Das Ziel Infrastrukturminister Reichholds ist eindeutig: Die Fonds an die Kandare nehmen, Autonomie und wissenschaftliche Kriterien beseitigen und zugleich ein weiteres Zuckerl für die Wirtschaft zu verteilen, da diese durch die Gesamtausgaben des Staates profitiert, ohne für die Forschung selber mehr ausgeben zu müssen", schloss Niederwieser. (Schluss) nf/mm

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