Brauner: Ausbau des Wiener Gewaltschutz-Netzes durch 4.Frauenhaus

50 zusätzliche Plätze für Frauen und Kinder in Rundum-sanierten Altbau im Süden Wiens

Wien, (OTS) Ab Juni können die ersten Frauen und Kinder in das neue 4. Wiener Frauenhaus einziehen. Insgesamt sind dort nach einer Bauzeit von 21 Monaten durch Totalsanierung und Umbau 23 Wohneinheiten und damit Platz für etwa 60 Frauen und Kinder entstanden. Frauenstadträtin Renate Brauner ist stolz auf das 4. Wiener Frauenhaus: "Die Investition in die Sicherheit der Wienerinnen ist ein starkes Signal gegen Gewalt in der Familie. Meine Freude über das 4. Frauenhaus ist nur dadurch getrübt, dass wir es überhaupt brauchen." Nach Schätzungen wird in Österreich jede fünfte in einer Beziehung lebende Frau von ihrem Ehemann oder Lebensgefährten misshandelt. Die 1,1 Millionen Euro Baukosten wurden aus Mitteln der Wohnbauförderung finanziert. Insgesamt stehen nun in den vier Wiener Frauenhäusern 150 bis 160 Plätze zur Verfügung. Damit erfüllt Wien eine Empfehlung des Europäischen Parlaments, nach der pro 10.000 EinwohnerInnen ein Platz in einer Einrichtung für misshandelte Frauen zur Verfügung stehen muss.****

Das neue Frauenhaus im Süden Wiens ist hell und geräumig. Den Bewohnerinnen stehen auch ein kleiner Garten und zahlreiche Gemeinschaftseinrichtungen, wie etwa Jugend- und Fernsehräume zur Verfügung. Für die Kinder gibt es einen "Toberaum" mit schalldichten Wänden und weichem Bodenbelag. Jede Familie soll künftig ein eigenes Zimmer haben. Dusche und Miniküche benützen meist zwei Frauen gemeinsam. Elf Mitarbeiterinnen werden die Bewohnerinnen betreuen, davon stehen zwei Dienstposten nur für die Kinder zur Verfügung. Muttersprachliche Beratung wird in türkisch und bosnisch/ serbokroatisch angeboten. Exzellente Sicherheitstechnik schützt Bewohnerinnen und Mitarbeiterinnen vor Gewaltübergriffen. Die Frauenhaus-Mitarbeiterinnen sind sehr zufrieden mit ihrem neuen "Arbeitsplatz" : "Die hervorragende Ausstattung erleichtert den Frauen das Leben im Haus. Vor allem der Garten ist für die Kinder wichtig, solange sie aus Sicherheitsgründen nicht auf die Straße können!"

Für Frauenstadträtin Brauner hat die Stadt mit dieser Investition ein klares Bekenntnis abgelegt: "Es ist die ureigene Aufgabe einer Kommune, Frauen vor Gewalt zu schützen." Abschließend dankte sie dem Wiener Wohnbaustadtrat Werner Faymann für seine "konsequente Unterstützung". (Schluss) hk

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