Vorarlberger Gesundheitsfonds nimmt konkrete Formen an

LR Bischof: Wesentliche Partner ziehen mit

Bregenz (VLK) - Das Modellprojekt "Vorarlberger
Gesundheitsfonds" nimmt immer konkretere Formen an.
Vertreter von Bundesministerium, Hauptverband,
Gebietskrankenkasse, Ärztekammer und Land Vorarlberg
einigten sich gestern, Dienstag, in Bregenz auf wesentliche Grundsätze. "Alle wichtigen Partner im Gesundheitswesen
anerkennen die Richtigkeit unseres Modells und sind bereit,
bei seiner Realisierung mitzuziehen", erklärte Gesundheits-Landesrat Hans-Peter Bischof nach der Sitzung. ****

Bischof sprach von einem "sehr konstruktiven
Gesprächsklima" mit allen wesentlichen
Entscheidungsträgern. Es wurde klar gestellt, dass der
Vorarlberger Gesundheitsfonds keine Änderung von
Bundesgesetzen notwendig macht, sondern basierend auf der 15a-Vereinbarung als Bundesland-bezogenes Modellprojekt
umgesetzt werden kann. In wichtigen Eckpunkten konnte eine grundsätzliche Einigung erzielt werden:

  • Aufbau des Vorarlberger Gesundheitsfonds als Modellprojekt,
  • Einrichtung eines Kuratoriums als übergeordnetes Entscheidungsgremium, das auch für die gesamtheitliche Planung des Gesundheitswesens zuständig sein soll,
  • Notwendigkeit einer einheitlichen Dokumentation hinsichtlich Diagnosen- und Leistungserfassung sowie
  • eine Finanzierung auf Grund der Erkenntnis, dass neue Strukturen als Impuls auch neue Investitionen benötigen, die von der Sozialversicherung und dem Spitalfonds zu tragen sind.

Laut Landesrat Bischof besteht Übereinstimmung vor allem
auch darin, dass die Vernetzung des extra- und intramuralen Bereiches schrittweise über einzelne Projekte erfolgen
soll, die laufend ausgewertet und bewertet werden müssen.
Für das Jahr 2003 erwartet sich Bischof das Vorliegen einer gesamtheitlichen Gesundheitsplanung für Vorarlberg.
Parallel soll die konkrete Umsetzung von
Schnittstellenprojekten gestartet werden, wobei dem Entlassungsmanagement zum besseren Übergang vom Krankenhaus
in die häusliche Pflege und der prästationären Diagnostik -
um Doppelgleisigkeiten bei Untersuchungen beheben zu können
- höchstes Augenmerk geschenkt werden soll. Zusätzlich
wurde als Zielvorgabe vereinbart, bis zu vier
Schnittstellenprojekte 2004 zu realisieren. Hier geht es
nach Meinung von Landesrat Bischof besonders um die
flächendeckende Palliativmedizin und eine Aufwertung der Ärztebereitschaft.

In den nächsten Tagen wird von den Verantwortlichen eine Arbeitsgruppe nominiert, die umgehend die operative
Umsetzung des Vorarlberger Gesundheitsfonds in Angriff
nehmen wird.

Landesrat Bischof betonte, dass es bei den geplanten Strukturveränderungen vor allem darum geht, die Qualität
und Quantität unseres guten Gesundheitssystems auch in
Zukunft finanzierbar zu halten. Zielvorgabe sei es nicht,
weniger Geld für Gesundheit auszugeben, sondern die
Kostenspirale durch die Ausnutzung von vorhandenen Effizienzpotenzialen nicht explodieren zu lassen.
(hh/gw,nvl)

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