Binder: Familien brauchen Unterstützung und nicht noch mehr Lasten aufgebürdet

Wien (SK) "Familie ist, wenn zwei oder mehrere Menschen wählen, in Liebe und Verantwortung zusammenzuleben", sagt die Familiensprecherin der Österreichischen Kinderfreunde, SPÖ-Abgeordnete Gabriele Binder, anlässlich des heutigen Tags der Familie. "Es geht um die Qualität des Zusammenlebens, nicht um vorgeschriebene Familienrollen. Und Aufgabe der Politik muss sein, diese Qualität zu fördern und das Zusammenleben von Menschen zu erleichtern". ****

Dies sei heute leider nicht ganz der Fall in Österreich, führte Binder aus. Nun würden die Familien - und vor allem die Frauen - mit immer mehr Aufgaben konfrontiert werden, während der Staat sich mit einer Summe Geld von seiner Verantwortung freikaufe. "Kurz ausgedrückt: Was die österreichischen Familien wirklich brauchen, sind daher nicht Kindergelder, sondern mehr Kindergärten! Und sie brauchen ein privates und berufliches Umfeld, in dem Kinder akzeptiert sind", erklärte Binder am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.

Dass dieses Umfeld nicht wirklich vorhanden sei, zeige auch die jüngste Geburtenstatistik. Die Geburtenzahlen von 2001 seien die niedrigsten, die jemals in Österreich registriert wurden: Erstmals in der Geschichte wurden weniger als 75.000 Geburten verzeichnet. "Wenn die Bundesregierung ihre Familienpolitik so weiterführt, wird sie bald, allein durch den Geburtenrückgang, das Problem mit den 100.000 fehlenden Kinderbetreuungsplätzen in Österreich gelöst haben", so die Kinderfreundesprecherin ironisch. Abschließend fügte sei hinzu: "Dann werden wir aber wenig Anlass dazu finden, den Tag der Familie zu feiern!" (Schluss) nf/mm

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