BMSG: Gesundheitsstaatssekretär Waneck eröffnet X-ALD Fachtagung in Graz

BMSG, 2002-05-15 - Gesundheitsstaatssekretär Univ. Prof. Dr. Reinhart Waneck eröffnete heute in Graz in der Aula der Karl-Franzens Universität die erste österreichweite wissenschaftliche Fachtagung zum Thema Adrenoleukodystrophie (X-ALD).

Adrenoleukodystrophie (ALD) ist eine genetisch bedingte neurodegenerative Krankheit, die einen schwierigen Verlauf nimmt und fast immer zum Tod führt. ALD wird vererbt und zeigt sich innerhalb eines Verwandtschaftsverbandes bei mehreren Personen verschiedener Generationen in unterschiedlichen Ausformungen. Insbesondere Kinder sind von einer heimtückischen Form dieser Erkrankung betroffen.

In Österreich gibt es derzeit ca. 300 Menschen, die an ALD erkrankt sind. "Mit unter liegt die Problematik bei ALD auch darin, dass sie heute noch ziemlich unerforscht ist, auch wenn Grundüberlegungen bereits als wissenschaftlich gefestigt gelten können. Adrenoleukodystrophie ist eine Krankheit, die zu dem die Eigenschaft hat, selten zu sein und darum weniger beachtet wird als weiterverbreitete Krankheiten wie etwa AIDS oder Krebs. Dabei wird aber oft vergessen, dass auch an ALD erkrankte Menschen, vor allem junge Menschen, großes Leid ertragen und zumeist daran sterben müssen", betonte Staatssekretär Prof. Waneck

Diese wissenschaftlich hochkarätig besetzte Fachtagung erörtert neueste wissenschaftliche Forschungserkenntnisse, die sowohl die Diagnose als auch die Therapie von Adrenoleukodystrophie betreffen. Neben hochrangigen österreichischen Experten sind auch der international anerkannte ALD-Fachmann Prof. Hugo Moser aus Baltimore/USA und Dr. Wolfgang Köhler aus Deutschland angereist.

"Es ist für mich sehr erfreulich, dass auf meine Initiative hin, neben meinem Ressort, auch das Land Steiermark und insbesondere die Landeshauptstadt Graz, die Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit einer entsprechenden Förderung des X-ALD Austria Projekts erkannt haben und diese Fachtagung sowohl ideell als auch finanziell tatkräftig unterstützen", betont Waneck. Weiters weist Staatssekretär Waneck auf die enorme Bedeutung und Wichtigkeit dieser Fachtagung hin, "die nun auch in Österreich erstmals entsprechend auf die Problematik dieser Erkrankung hinweist und internationalen sowie nationalen Experten und vor allem auch betroffenen Patienten die Möglichkeit gibt, Meinungen und neueste wissenschaftliche auszutauschen", schloss Waneck.

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