AktionsGemeinschaft sieht ihren Verhandlungskurs bestätigt

Rohr: "Erstmals deutliche Annäherung in Gesprächen mit BM Gehrer"

Wien (OTS) - Die größte Studierendenfraktion Österreichs, die AktionsGemeinschaft (AG), sieht ihren Weg des Verhandelns bestätigt. Bundesobmann Rohr :"In mehreren Gesprächen mit Ministerin Gehrer haben wir immer auf unseren Forderungen bezüglich der Unireform beharrt. Dieser Kurs scheint nun erste Früchte zu tragen." Die Bildungsministerin hatte im letzten Gespräch angedeutet, dass auch aus ihrer Sicht "Änderungen nötig" seien und den Studierenden mehr Gewicht gegeben werden soll. Außerdem erfreulich ist für Rohr die Tatsache, dass nun auch Wissenschaftssprecher Graf (FPÖ) mehr Verständnis für die studentischen Anliegen zeigt. Umso größer sieht der AG-Bundesobmann die Chance, dass die Forderungen der AG erfüllt werden. Die wichtigsten Forderungen der AktionsGemeinschaft im Einzelnen:

Evaluierung der Lehre mit Konsequenzen - Die AG fordert verpflichtende Nachschulungen bei schlechten Ergebnissen. In besonders schweren Fällen sollen damit Gehaltseinbußen für die betreffenden Lehrenden verbunden sein.

Mitsprache der Studierenden - Die Mitbestimmung der Studierenden muss gewährleistet werden. Dies gilt v. a. bei studienrelevanten Angelegenheiten. In diesem Zusammenhang fordert die AG die gesetzliche Einsetzung von "Studienkommissionen Neu", um die Mitsprache bei Studienplänen zu gewährleisten. Außerdem soll ein entscheidungsbefugtes Gremium unterhalb des Senats eingerichtet werden, in dem Studierende semiparitätisch mitwirken. AG-Bundesobmann Rohr: "In der Vergangenheit hat sich die Wichtigkeit der studentischen Sicht im Entscheidungsprozess mehrfach gezeigt." Studierendenrechte - Für die AG unabdingbar ist die gesetzliche Verankerung der Mindestanzahl an Prüfungsterminen und die Antrittsmöglichkeiten zu Prüfungen. Dazu Rohr: "Im Zuge unserer Beschwerdebrief-Kampagne wurden diese Punkte besonders häufig genannt. Weniger als drei Prüfungstermine pro Semester und mindestens vier Antrittsmöglichkeiten zu Prüfungen sind für uns daher indiskutabel."

Kritik übte Christoph Rohr an der derzeitigen ÖH-Exekutive (VSSTÖ-GRAS-KSV): "Sie hat wertvolle Zeit verstreichen lassen, indem sie Gesprächstermine mit dem Bildungsministerium boykottiert hat. Im Gegensatz dazu stand die AG von Anfang an für Gespräche zur Verfügung. Wir haben die Termine immer wahrgenommen und unsere Chance, die uns wichtigen Punkte umzusetzen, beim Schopf gepackt. Dieser Weg scheint sich nun seit dem letzten Gespräch zu bestätigen!" zeigt sich der AG-Bundesobmann zuversichtlich. Es sei nun abzuwarten, wie weitreichend die Forderungen im Gesetzesentwurf berücksichtigt werden. "Die AG wird weiterhin massiven Druck auf die zuständigen stellen ausüben, bis die Anliegen der Studierenden in dieser Unireform Gehör finden ", bekräftigte der Bundesobmann abschließend.

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