Bausaison voll angelaufen - trotzdem über 43.000 Arbeitslose in der Bauwirtschaft

GBH-Driemer zur Bundesregierung: Kein Verständnis für Politik der Rückschritte

Wien (GBH/ÖGB): "Am Wetter kann es wohl nicht liegen, dass Ende April immer noch deutlich über 43.000 Menschen allein in der Bauwirtschaft arbeitslos sind. Die Bausaison ist voll angelaufen -was nach wie vor fehlt, sind die Investitionen der Bundesregierung in die Infrastruktur und in die thermische Sanierung und die Initiativen für eine Qualifizierungsoffensive", erklärt der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) und ÖGB-Vizepräsident Johann Driemer.++++

"Es ist bedenklich, dass vor diesem Hintergrund nun auch der Plan des Bundesministers Bartenstein, eine Baustiftung einzurichten, endgültig in einer Schublade verschwunden ist - unter anderem mit dem Argument, diese sei angesichts der Arbeitslosenzahlen nicht notwendig. Die österreichischen Bauarbeiter, die arbeitslos oder permanent von Arbeitslosigkeit bedroht sind und ihre Familien sehen das anders. Die Gewerkschaft Bau-Holz kann eine solche Politik der Rückschritte nicht akzeptieren. Wir verlangen die Umsetzung der Baustiftung und des von der Gewerkschaft Bau-Holz ausgearbeiteten Struktur- und Arbeitsmarktfonds zur Höherqualifizierung und zielgerichteten Arbeitsvermittlung von arbeitslosen Bauarbeitern", so Driemer weiter.

"Investitionen in die Infrastruktur sind - ebenso wie Investitionen in die Höherqualifizierung von ArbeitnehmerInnen -wichtige Investitionen in die Zukunft unseres Landes, die bereits in der Gegenwart sehr positive Effekte bei Beschäftigung, Know-how und Lebensqualität bringen. Dennoch schiebt die Bundesregierung die Entscheidung über Projekte gerade in diesen Bereichen weiter auf die lange Bank. Meine Damen und Herren der Bundesregierung: Es reicht nicht aus, ein Konjunkturbelebungsprogramm ins Leben zu rufen, das sich in unzureichenden Ansätzen erschöpft und den Notwendigkeiten offensichtlich nicht gewachsen ist. Die negativen Auswirkungen dieser Politik werden nicht nur die nun unmittelbar betroffenen Zehntausenden Arbeitslosen in der Baubranche zu tragen haben. Sie steuern auf eine deutliche Schwächung des Wirtschaftsstandortes Österreich zu. Wann handeln Sie endlich?", so Driemer abschließend.

ÖGB, 15. Mai 2002
Nr. 437

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