Silhavy zu Familienhospizkarenz: Finanzielle Absicherung per FLAF sollte möglich sein

Wien (SK) "Bei der Umsetzung der Sterbekarenz muss darauf geachtet werden, dass die Menschen unabhängig von ihrer Einkommenssituation die Möglichkeit haben, nahestehende Menschen in ihrer schwersten, letzten Zeit zu begleiten. Bis dato liegt uns kein diesbezüglicher Vorschlag seitens der Regierungsfraktionen vor, obwohl bereits im Jahr 2001 Vereinbarung in einem Vierparteienantrag getroffen wurde", stellte SPÖ Sozialsprecherin Heidrun Silhavy am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst fest. Die SPÖ werde deshalb heute einen entsprechenden Antrag, durch welchen eine finanzielle Absicherung der Betroffenen gewährleistet wird, in die Ausschussberatungen des Sozialausschusses einbringen. ****

Da es sich bei der Familienhospizkarenz um eine eindeutige Familienleistung handle, sei es "nur logisch", so Silhavy den FLAF dafür einzusetzen, zumal es sich bei den Karenzierten um eine Größenordnung von nur 10.000 bis 15.000 Personen handle. "Von dieser Zahl gehen die Schätzungen des Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit aus", sagte Silhavy. Außerdem müssten "keine neuen Fonds erfunden werden. Sterbekarenz muss für alle leistbar sein", betonte die SPÖ-Sozialsprecherin.

Durch einen Entschließungsantrag des SPÖ-Abgeordneten Manfred Lackner aus dem Juli 2001 sei das notwendige Tempo zustande gekommen und letztendlich der Vier-Parteien-Antrag in letzter Minute erreicht worden. Die SPÖ Sozialsprecherin will - im Fall einer Ablehnung des SPÖ Antrags - auch in dieser Frage noch bis zuletzt verhandeln. "Wir sind, was das Finanzierungsmodell betrifft, flexibel. Unser Ziel ist ein positives Ergebnis für die betroffenen Menschen zu erzielen! In diesem Sinn will die SPÖ auch die Zeit bis zur parlamentarischen Beschlussfassung nutzen, um noch eine Lösung zu erringen", schloss Silhavy. (Schluss) hm/mm

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