Newton-Manager Ezra Sun sieht Asien für Aufschwung gut positioniert / Asiatische Aktien im internationalen Vergleich günstig

Frankfurt am Mai (OTS) - Asiatische Investments sind derzeit attraktiver als US-amerikanische oder europäische Anlagen. So die Einschätzung von Ezra Sun, Fondsmanager des Newton Oriental Fund und des gespiegelten Mellon Asian Equity Portfolio. Der Grund: Gegenüber ihren westlichen Pendants sind asiatische Werte zum Teil erheblich unterbewertet. Und: Staatliche Konsolidierungsmaßnahmen, Restrukturierungen auf Mikroebene und eine steigende Binnennachfrage schaffen ein viel versprechendes Umfeld.

"Die asiatischen Aktienmärkte sind momentan bedeutend interessanter als ihre Pendants in den USA oder Europa", sagt Ezra Sun, Fondsmanager des Newton Oriental Fund und des gespiegelten Mellon Asian Equity Portfolio. "Denn: Im internationalen Vergleich sind asiatische Unternehmen immer noch klar unterbewertet. Und das, obwohl sie sich gemessen an Geschäftszahlen, Qualität und Innovationsfähigkeit nicht verstecken müssen."

Für einen kommenden Aufschwung habe sich die Region zudem gut positioniert. Ein wichtiger Faktor sei die zunehmende Stabilität der asiatischen Währungen. Zwar stünden momentan einige aufgrund des schwachen US-Dollars unter Druck. Viel entscheidender sei jedoch, dass die meisten Währungen von der Schwäche des Yen weitestgehend unbeeinflusst geblieben sind. Als besonders positiv wertet der Fondsmanager zudem das gesunkene Schulden-Niveau in der Region. "Die hohe Verschuldung war einer der Hauptgründe für die Asienkrise. Mit der sukzessiven Reduzierung dieser Altlasten haben viele asiatische Regierungen bewiesen, dass sie gewillt sind, ihre Hausaufgaben zu machen."

Umdenken in den Chefetagen

Deutliche Restrukturierungserfolge sieht Sun auch auf Unternehmensebene. "In den Chefetagen vieler asiatischer Unternehmen etablieren sich zunehmend westliche Managementansätze", so der Fondsmanager. Die Zauberworte hießen nun auch hier: Profitabilität, Shareholder Value und Cash Flow. Sun: "Wenn die Unternehmen beweisen, dass ihre Bemühungen dauerhaft und nachhaltig sind, wird das Vertrauen der Anleger in die Region wieder steigen."

Nach Einschätzung des Fondsmanagers profitierten die asiatischen Märkte insbesondere vom zunehmenden Trend der westlichen Industrieländer zum Outsourcing. "Der immer schärfere globale Wettbewerb zwingt Unternehmen in nahezu allen Branchen zur Kostensenkung", so Sun. "Die asiatischen Länder bieten aufgrund Ihrer günstigen Lohnstruktur bei gleichzeitig guter Qualität hervorragende Produktionsbedingungen." Zu den Profiteuren dieser Entwicklung werden nach Ansicht des Fondsmanagers Unternehmen wie Siliconware Precision Industries, BenQ und UMC gehören.

Ein positiver Trend lasse sich auch bei der Binnennachfrage ausmachen. Der zunehmende Konsum sei nicht nur eine Folge der verbesserten wirtschaftlichen Situation. "Die Asiaten entwickeln sich allmählich vom Sparer- zum Konsumenten-Volk", so Sun. Dies sei vor allem auch eine psychologische Entwicklung. "Der asiatische Verbraucher emanzipiert sich. Zur neu erlebten Selbstentfaltung gehört auch die Lust am Konsum." Zu den unmittelbaren Profiteuren dieser Entwicklung gehöre unter anderem Shinsegae. Der Einzelhandelswert gehört mit derzeit 2,42 Prozent zu den Top-Ten-Holdings des Newton Oriental Fund.

Deutliche Unterbewertung

Der Investment-Ansatz von Fondsmanager Ezra Sun zielt in erster Linie auf das Aufspüren von Markt-Ineffizienzen. "Solche Ineffizienzen können darauf beruhen, dass fundamentale Faktoren hinter rein psychologischen Aspekten zurücktreten und es somit zu logisch nicht zu begründenden Aktienbewertungen kommt." Als Beispiel nennt der Fondsmanager Samsung Electronics. "Die Aktie von Samsung wird immer noch um ein Vielfaches günstiger gehandelt als vergleichbare westliche Werte, obwohl das Unternehmen in bestimmten Bereichen einen klaren Technologie- und Qualitätsvorsprung sowie deutlich bessere Zahlen aufweist." Zudem könne Samsung als Low-cost-Anbieter Wachstumsmärkte wie China besser bedienen als High-end-Unternehmen wie Nokia. Mit 4,36 Prozent ist Samsung Electronics die derzeit größte Position im Portfolio des Newton Oriental Fund.

Politik als Katalysator

Neben der fundamentalen Aktienanalyse reagiert Sun auch auf Änderungen der politischen Rahmenbedingungen. "Bei Emerging Markets ist die konsequente Berücksichtigung politischer Einflussfaktoren ungleich wichtiger als bei der Anlage in westliche Industrieländer", so Sun. "Die politische Entwicklung eines Schwellenlandes kann unmittelbar über Gedeih und Verderb der Wirtschaft und somit auch jeglicher Investments entscheiden."

Paradebeispiele seien die Philippinen und Malaysia. Bisher sei das Interesse der USA an diesen Ländern aufgrund fehlender Ölressourcen oder Militärstützpunkte eher gering gewesen. Doch seit dem 11. September heiße das neue Primärziel Terrorprävention. "Die Tatsache, dass die Philippinen und Malaysia eine überwiegend muslimische Bevölkerung aufweisen, verleiht ihnen auf einmal eine weltpolitische Bedeutung. Das Motto lautet: Wirtschaftliche Förderung sichert politische Loyalität. Als Nebeneffekt profitieren davon letztlich auch die Volkswirtschaften der Region." Erst kürzlich hätten die Philippinen ihre erste Staatsanleihe begeben - zu einem guten Preis und mehrfach überzeichnet. "Auf lange Sicht erwarten wir eine deutlich höhere Stabilität in der Region - für die Politik, die Währung und die Zinsen." Im Portfolio des Newton Oriental Fund hat Fondsmanager Sun deshalb erste Positionen in diesen Ländern aufgebaut.

Der Newton Oriental Fund

Der Newton Oriental Fund investiert derzeit schwerpunktmäßig in Südkorea (22,53 Prozent), Taiwan (21,08 Prozent), Hongkong (22,35 Prozent) und Singapur (14,59 Prozent). Der Fonds zählt seit Jahren zu den erfolgreichsten seiner Region. Erst kürzlich erhielt Fondsmanager Ezra Sun die begehrten Standard & Poor's Award in Deutschland und Österreich für gleich zwei Anlagezeiträume. Sun verwies seine Mitbewerber in der Kategorie Aktien Fernost (ex Japan) mit einer Performance von 49,85 Prozent über fünf Jahre und 240,13 Prozent über zehn Jahre auf die Plätze. Zum Vergleich: Der Branchendurchschnitt lag bei 0,63 Prozent über fünf und 141,05 Prozent über zehn Jahre. Ezra Sun managt ebenfalls den Mellon Asian Equity Portfolio, der gespiegelte Fonds des Newton Oriental Fund. Der Asset Manager Newton Investment Management ist eine von fünfzehn Fondsgesellschaften unter dem Dach von Mellon Global Investments.

Wertpapierkennnummer: 930 447
Fondsvolumen: 283,64 Mio. Euro
Mindestanlage: 5.000 Euro
Ausgabeaufschlag: 4,0 Prozent
Managementgebühr: 2,0 Prozent jährlich.
Ratings: AA Standard & Poor's Fund Research

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