"Stadtbildveränderungen seit 1945" in der Planungswerkstatt

Wien, (OTS) Die Ausstellung "Wien, Stadtbildveränderungen seit 1945" wird vom 16. Mai bis 26. Juni in der Wiener Planungswerkstatt, 1., Friedrich-Schmidt-Platz 9, Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag von 9 bis 16 Uhr, Donnerstag von 9 bis 19 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertag geschlossen, gezeigt. Die Ausstellung wird am 16. Mai um 17 Uhr durch Stadtrat Schicker eröffnet.

Zu jeder Zeit war das Erscheinungsbild von Städten mehr oder weniger großen Wandlungen unterworfen. Katastrophen wie Stadtbrände oder Kriegszerstörungen bedeuteten wesentliche Einschnitte, aber auch in Epochen längeren Friedens und wirtschaftlicher Prosperität kam es innerhalb relativ kurzer Zeiträume zu tief greifenden Veränderungen.

Viele solcher Änderungen dienen dem Gemeinwohl und ergeben sich aus der laufenden Anpassung der Stadt an die sich wandelnden Bedürfnisse der Bevölkerung. Andere erfolgen lediglich aus bauwirtschaftlichen Verwertungsinteressen oder auch als Zugeständnisse an ästhetische Normen, die in kürzester Zeit ihre Gültigkeit verlieren.

Die von Dr. Dieter Klein zusammengestellte Ausstellung vergleicht ältere Platz- und Straßenbilder mit der heutigen städtebaulichen Situation und abgerissene oder modernisierte Bauwerke mit ihren Nachfolgebauten. Aber auch Fenster- und Haustorauswechslungen sowie Dachumbauten werden dokumentiert und die Veränderungen des Straßenraumes, zu dem auch die Park- und Gartenanlagen zählen.

Erinnert werden soll an die imponierende Wiederaufbauleistung nach den Kriegszerstörungen, die heute keineswegs mehr so kritiklos gesehen wird wie damals. Vieles, was einstmals als "Meisterleistung" gepriesen wurde, gilt heute als wenig gelungen, anderes scheint geradezu zeitlos gültig und das wird hinsichtlich der heutigen Veränderungen auch in Zukunft nicht anders sein.

Es bleibt den BetrachterInnen überlassen, dem alten oder dem neuen Zustand den Vorzug zu geben, sich Gedanken darüber zu machen, ob der Denkmalschutz in Österreich allzu machtlos ist und ob der Umgang mit unseren kulturellen Erbe verantwortungsvoll genannt werden darf.

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(Schluss) red/rr

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