Busdienste: Edlinger warnt vor Folgen der Privatisierung

Rücksichtnahme auf Bedienstete und Kunden "oberste Priorität"

Wien (SK) Zur angekündigten Fusion der Busdienste von Bahn und Post erklärte SPÖ-Budgetsprecher Rudolf Edlinger, "dass die Fusion der beiden Busdienste rein wirtschaftlich Sinn macht, aber mögliche negative Folgen etwa durch Privatisierungen nicht übersehen werden dürfen". Die europäische Geschichte der Privatisierung von Bahn- und Busdiensten in den letzten zwei Jahrzehnten sei "eine des Arbeitsplatzabbaus, der Verschlechterung von Arbeitsbedingungen, Linienangeboten, der Verlässlichkeit und der Verkehrssicherheit" gewesen, gab Edlinger am Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ zu bedenken.****

In Österreich drohten bei einer Privatisierung von Busdiensten ähnliche Entwicklungen wie in anderen europäischen Ländern, wo dies versucht wurde: "Private Anbieter gibt es nur für ertragreiche Linien - der oft defizitäre Liniendienst in ländlichen Regionen verbliebe der öffentlichen Hand oder würde ganz geopfert", warnte Edlinger. Rationalisierung und Kosteneinsparung führten durchwegs zum Abbau von Arbeitsplätzen und zur Verschlechterung von Arbeitsbedingungen für BusfahrerInnen, aber auch zu Sparmaßnahmen bei Investitionen. "Das geht häufig auf Kosten der Sicherheit, Netzerweiterungen erfolgen kaum. Verbilligungen von Leistungen für die KundInnen gab es - wenn überhaupt - nur kurzfristig. Und bei misslungenen Privatisierungsmaßnahmen musste letztlich wieder der Staat einspringen, um die Versorgung sicherzustellen", erörterte der SPÖ-Abgeordnete.

"Die SPÖ verlangt, dass bei einer eventuellen Zusammenführung der Busdienste von Bahn und Post oberste Priorität die Rücksichtnahme einerseits auf die Bediensteten und andererseits auf die KundInnen der Busdienste hat. Nur Geld einzusparen, hat keinen Sinn, wenn das auf Kosten von Arbeitsplätzen, Arbeitsbedingungen, der Sicherheit, des Leistungsangebotes und der Fahrgäste geht und sich ein paar neue Eigentümer dabei lediglich eine goldene Nase verdienen wollen", so Edlinger. (Schluss) hm

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