Gattererpreisträger 2002 ist Florian Klenk vom Falter

Ehrende Anerkennung an (das Projekt) "AUGUSTIN"

Wien (OTS) - Der heurige Prof. Claus Gatterer-Preis wurde dem Falter-Redakteur Dr.
Florian Klenk zuerkannt. Die "Ehrende Anerkennung" geht an die Redaktion AUGUSTIN. AUGUSTIN, 1995 als Straßenzeitung gestartet hat sich inzwischen vielfältig entwickelt. Neben der Zeitung gibt es die Radiowerkstatt AUGUSTIN und viele Projekte mit dem Ziel der Integration Obdachloser. Entscheidend ist, dass die Betroffenen selbst aktiv mitarbeiten.

Der Prof. Claus Gatterer-Preis wird jedes Jahr vom Österreichischen Journalisten Club (ÖJC) für höchste journalistische Leistungen im Sinne des Lebenswerkes des großen österreichischen und Südtiroler Journalisten Claus Gatterer verliehen und ist mit 4.000 EURO dotiert. Wichtigste Kriterien des Gatterer-Preises sind: Schutz der gesellschaftlichen Minderheiten, Verteidigung der sozialen Randgruppen, Eintreten für zu Unrecht benachteiligte und missachtete Gruppen oder Personen und kritisches Bewusstsein gegen Ignoranz und Gleichgültigkeit in der Gesellschaft.

Florian Klenk wurde 1973 in Wien geboren. Er hat Jus studiert. Mit 20 Jahren begann er beim KURIER seine journalistische Karriere. Klenk besuchte 1998 den profil-Lehrgang "Magazinjournalismus", absolvierte eine Volontariat bei "profil". Bereits ein Jahr früher begann seine Mitarbeit im Falter.

Trotz seiner Jugend hat sich Klenk bereits einen Namen als Journalist gemacht, der mit großer innerer Distanz "heiße Themen" anpackt und dabei trotzdem einen kühlen Kopf bewahrt, so die Jury in ihrer Entscheidung. Als Jurist ist er auch in der Lage diese Themen sachlich aufzubereiten. Klenk hat den "Spitzelskandal, die Versuche des Justizministers, Rechercheure mit dem Strafrecht zu bedrohen sowie den Skandal um Todesfälle und Haftbedingungen in der Justizvollzugsanstalt Stein, aufgedeckt", um nur die "Höhepunkt seiner Arbeit" aus der letzten Zeit anzuführen.

Die Ehrende Anerkennung wurde von der Jury dem engagierten Projekt AUGUSTIN zuerkannt: Damit wird die umfassende Tätigkeit dieses integrative Multimediaprojekt von der Jury des heurigen Gattererpreises gewürdigt. Betroffene selbst schaffen sich ein Sprachrohr und gewinnen durch Eigeninitiative ein neues Bewusstsein. Der Wiener AUGUSTIN wurde im September 1995 nach dem Vorbild ausländischer Strassenzeitungen gegründet. Das Blatt erscheint 14tägig und wird von Obdachlosen verkauft. Neben der Zeitung gibt es zahlreiche Sub-Projekte, die alle der Integration von Obdachlosen dienen. Sowohl im medialen Bereich, als auch in der Gesellschaft.

Die Jury bestand aus: Dimitris Dimitrakoudis, Andreas Feiertag, Eduard Grossmaier, Dr. Hakan Gürses, Dr. Peter Huemer, Brigitta Kirch, Dr. Fritz Knöbl, Doris Piringer und Dr. Walther Werth. Die heurige Verleihung des Prof. Claus Gatter Preises findet am 21. Juni 2002 im Siemens Forum in Klagenfurt statt.

Der "Prof. Claus Gatterer Preis" wird von folgenden Firmen und Institutionen finanziert: Austria Tabak AG; Austrian Airlines; Bank Austria AG; Bundesarbeitskammer, Bundesministerium für Inneres; Casinos Austria AG; Flughafen Wien AG; Gewerkschaft Kunst, Medien, Sport, Freie Berufe; Interunfall AG; Kapsch AG; Microsoft GmbH; Pfizer Corporation Austria GmbH; Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien Reg.Gen.m.b.H.; Siemens AG Österreich; Technisches Museum Wien samt Österreichischer Mediathek; Wiener Städtische Allgemeine Versicherung AG; Wirtschaftskammer Österreich; UNIQA; Prof. Claus Gatterer-Kuratorium und das Land Südtirol.

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