Kinderfreunde: Auf dem Weg in die kinderlose Gesellschaft?

Erstmals wurden in Österreich weniger als 75.000 Geburten verzeichnet

Wien (SK) "Bundesweit fehlen für 100.000 Kinder die Betreuungsplätze. Eltern wird hier keine Sicherheit sondern Unsicherheit vermittelt. Die Entscheidung, in Österreich ein Kinder in die Welt zu setzen, korreliert mit den Rahmenbedingungen, und eben diese beunruhigen vor allem junge Frauen sehr. Diese Entwicklung wird von der derzeitigen Regierung völlig übergangen! Frauen werden mit 436 Euro abgespeist und so kontinuierlich vom Arbeitsmarkt vertrieben, da die Berufsunterbrechung als Qualifikationsminderung gilt. Frauen wird der Wiedereinstieg so hart wie nur möglich gemacht. Unter diesen Voraussetzungen Kinder zu bekommen, erfordert einen hohen Preis, den die Frauen zu zahlen haben", erklärte SPÖ-Abgeordnete Gabriele Binder, Familiensprecherin der Österreichischen Kinderfreunde, am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Die von der Statistik Austria erhobenen Daten zur Geburtenzahl in Österreich zeigen auch in Kärnten, wo das Kindergeld schon seit mehr als einem Jahr an Familien ausbezahlt wird, einen Geburtenrückgang. Hier werde der Regierung erneut klar gemacht, dass Eltern an erster Stelle Zeit für ihre Kinder, dann eine qualitätsvolle Kinderbetreuung und erst an dritter Stelle Geldmittel wollen, wie auch eine Studie der Österreichischen Kinderfreunde klar erkennen ließe.

"Die Studie zeigt deutlich, wovor die Kinderfreunde schon seit einiger Zeit warnen. Die Geburtenrate geht drastisch zurück, weil es jungen Paaren immer schwieriger gemacht wird eine Familie zu gründen und wenn, dann bleibt es bei einem Kind, denn alle Kinder danach sind purer Luxus", zeigte sich Binder besorgt.

Der Ausweg, nämlich der Weg hin zu familienunterstützender Politik sei nur möglich durch:

  • Die Errichtung der fehlenden 100.000 Kinderbetreuungsplätze,
  • eine flexible Karenzlösung für beide Eltern,
  • und ein gehaltsabhängiges Karenzgeld für beide Eltern einzuführen, so Binder abschließend. (Schluss) nf/mp

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