Brosz: Lippenbekenntnisse gegen Jugendgewalt sind zu wenig

Grüne fordern Verschärfung der Waffengesetze und schulische Maßnahmen

OTS (Wien) - Anlässlich der heutigen Regierungsenquete zum Thema ‚Jugend und Gewalt’ fordert der Jugendsprecher der Grünen, Dieter Brosz, die Regierung zu mehr Sensibilität bei der Verbindung von Jugend und Gewalt. "Es ist überhaupt nicht hilfreich, wenn Jugendliche generell als gewaltbereit dargestellt werden, wie dies zuletzt bei den Demonstrationen gegen die Neonaziaufmärsche vorgekommen ist", erläutert Brosz.

Während es nach Katastrophen wie in Erfurt allgemeine Lippenbekenntnisse ganz oben auf der Agenda stehen, steht die Tagespolitik dazu oft im Widerspruch. "Seit langem fordern die Grünen Verschärfungen bei den Waffengesetzen. So unterschiedlich die Motive und die soziale Herkunft der Täter bei diesen Amokläufen waren, alle waren im Umgang mit Waffen geschult und hatten wenig Probleme, zu diesen zu kommen. ÖVP und FPÖ haben Verschärfungen immer abgelehnt", ergänzt Brosz.

Im Schulbereich werden zur Zeit Maßnahmen gesetzt, die gerade hinsichtlich einer Gewaltprävention kontraproduktiv sind. "Alles was nicht klassischer Faktenunterricht ist, leidet besonders unter den Sparmaßnahmen. Die Anzahl der BeratungslehrerInnen wurde drastisch reduziert, die Tätigkeit der Klassenvorstände abgewertet statt ausgeweitet und Zusatzangebote in den Schulen gekürzt. Alle ExpertInnen sind sich einig, dass gerade diese Aspekte der Schule gewaltvorbeugend wirken", so Brosz abschließend

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