GPA-Jugend: UG 2002 bedeutet Rückschritt ins elitäre Mittelalter der Bildungspolitik

Sofortige Neuverhandlung unter Einbeziehung aller Verantwortlichen gefordert

Wien (GPA/ÖGB). "Der vorliegende Entwurf zum Universitätsgesetz 2002 bedeutet das Ende einer österreichischen Bildungspolitik, die weltweite Anerkennung genießt", meint der Bundesjugend-Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA), Christian Jammerbund. Den ersten Schritt weg von diesem Erfolgsweg habe diese Regierung mit der Einführung der Studiengebühren bereits vor einiger Zeit gesetzt. Die GPA-Jugend als freiwillige Interessenvertretung von über zehntausend Studierenden hat sich auch zu diesem Zeitpunkt für ihre Mitglieder stark gemacht, und vehement darauf hingewiesen, dass der Zugang zu Bildung nicht von Einkommen und sozialen Verhältnissen abhängig gemacht werden darf.++++

"Mit dem UG 2002 scheint Frau Bundesministerin Gehrer nun den letzten Rest an Mitbestimmung und Fairness aus dem Weg räumen zu wollen", so Christian Jammerbund, welcher der GPA-Jugend Salzburg anlässlich der heutigen Protestaktion vor dem ÖGB-Salzburg demonstrativ den Rücken stärkt. "Denn", so Jammerbund, "neben der Tatsache, dass der vorliegende Entwurf in vielen Punkten sogar verfassungswidrig ist, macht er den Weg frei zu einer Bildungspolitik, in der die Mitbestimmung einer gesetzlichen Interessenvertretung ad absurdum geführt wird. BM Gehrer zeigt damit wieder einmal, für welches Dogma diese Bundesregierung steht: "Die Starken werden ihren Weg schon machen, für den Rest ist in ihrer elitären Wunschgesellschaft kein Platz." Der GPA Jugend-Vorsitzende wünscht daher der Regionalorganisation Salzburg viel Erfolg für die heutige Protestaktion mit Tausenden Unterschriften gegen das UG 2002, und ermutigt alle Studierenden in Österreich, für ihre Rechte und ihre Mitbestimmung zu kämpfen. Denn "Bildung ist der Motor der Gesellschaft", wie schon der ehemalige Vorsitzende der GPA, Alfred Dallinger, vor vielen Jahren bemerkt hat.

ÖGB, 13. Mai 2002
Nr. 430

Bei der "Abfertigung Neu" sollen Zeiten für Kinderbetreuung auch zukünftig nicht angerechnet werden. Deswegen haben die ÖGB-Frauen zur Protestaktion aufgerufen. Unter www.oegb.at/frauen können Sie unsere Aktion unterstützen. Machen Sie mit!

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