Richtiges Verhalten im Kreisverkehr

Das richtige Verhalten im Kreisverkehr stellt für viele Autofahrer ein großes Problem dar. Wer hat Vorrang? Wie verhalte ich mich beim Ausfahren? Wann muss ich blinken? KfV gibt Tipps!

Wien (OTS) - In erster Linie muss festgehalten werden, dass es
sich bei einem Kreisverkehr im Prinzip um eine ungekennzeichnete Einbahn - sprich: ohne Einbahntafel - handelt. Alle Verkehrsteilnehmer des Kreisverkehrs fahren gegen den Uhrzeigersinn.

Viele Verkehrsteilnehmer im Kreisverkehr haben Probleme mit dem Handling. Der Blinker wird falsch verwendet - es herrscht wenig Kommunikation.

Der Kreisverkehr ist in drei Problemzonen geteilt: Einfahren, Verhalten im Kreisverkehr und Ausfahren.

KfV: Vereinheitlichung der Vorrangregeln gefordert

Bei jeder Einfahrt in den Kreisverkehr gibt es zwei Arten der Beschilderung. Bei der gängigeren Variante haben alle Einfahrenden eine Vorrang-geben-Tafel. Somit hat der Querverkehr - sprich: jeder Verkehrsteilnehmer der sich im Kreisverkehr befindet - Vorrang.

Die zweite Variante stellt einen unbeschilderten Kreisverkehr dar. Der Einfahrende hat somit immer Vorrang, da er der Rechtskommende ist.

"Um der ständigen Vorrangfrage im Kreisverkehr Einhalt zu gebieten, fordern wir die Vereinheitlichung der Vorrangregeln im Kreisverkehr", so Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV).

Im Kreisverkehr Vorrangsituation beachten

Eine Empfehlung für das Verhalten im Kreisverkehr ist die Rechtsfahrordnung. Wenn es sich um einen Kreisverkehr mit mehreren Spuren handelt, müssen all jene Verkehrsteilnehmer, die innen fahren, rechtzeitig blinken. Es gelten die allgemeinen Bedingungen der geraden Fahrbahn, daher müssen die Vorrangsituationen beachtet werden. Außerdem ist es verpflichtend die Geschwindigkeit zu verlangsamen und aufmerksamer zu fahren als bei einer geregelten Kreuzung.

Wann wird geblinkt?

Beim Einfahren in den Kreisverkehr wird nicht geblinkt, dabei handelt es sich um einen allgemeinen Irrglauben.

Es muss darauf geachtet werden, dass während des Aufenthaltes im Kreisverkehr nicht geblinkt wird, weil der nachfolgende Fahrer sonst annehmen würde, dass sein Vordermann den Kreisverkehr verlässt.

Nicht vergessen: beim Ausfahren aus dem Kreisverkehr das rechts Blinken nicht verabsäumen! Andere Einfahrende können sonst nicht abschätzen was der Fahrer vor hat.

Die Unfallbilanz der Vorwoche: 16 Todesopfer in der vergangenen Woche, davon 11 zum verlängerten Wochenende (Christi Himmelfahrt)

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren 7 Pkw-Insassen (davon 3 Lenker), 3 Motorrad-Lenker, 2 Radfahrer und 4 Fußgänger ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mussten nichtangepasste Fahrgeschwindigkeit (4), Vorrangverletzung (2), Fehlverhalten Fußgänger (2), Unachtsamkeit (1), Übermüdung (1) und Sonstige (1) festgestellt werden. Bei 4 Verkehrsunfällen konnte die Ursache bisher nicht ermittelt werden. 2 Fußgänger kamen durch Fremdverschulden ums Leben. 4 der 15 Verkehrsunfälle waren sogenannte Alleinunfälle.
Vom 1. Jänner bis zum 12. Mai dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 257 Verkehrstote (30-Tages-Fristabgrenzung berücksichtigt bis Ende März), im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 287 Menschen tödlich.

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