Riess Passer zu Kinderschutz: Kinderschutz hat absoluten Vorrang

Wien (OTS) - Vizekanzlerin Dr. Susanne Riess Passer machte heute
in Anlehnung an den in New York abgehaltenen Weltkindergipfel der UNO deutlich, dass die Probleme und Fragen im Zusammenhang mit dem Kinderschutz nicht nur national sondern auch in vielerlei Hinsicht international beantwortet werden müssten. Die Vizekanzlerin unterstrich die Bedeutung der Ergebnisse des Children´s Forum und betonte, wie wichtig und richtig die Analyse der Kinder gewesen sei, wonach "diese nicht die Quelle, sondern die Ressource seien, um Probleme zu lösen".

Wie sehr sich die gesellschaftlichen, familiären und schulischen Voraussetzungen gewandelt hätten, sei unter anderem daran erkennbar, dass statistische Untersuchungen belegen würden, dass seit 1960 Kinder zehn bis zwölf Stunden weniger an Zuwendung und Aufmerksamkeit pro Woche erfahren würden. Die Konsequenz dieser Entwicklung sei, dass Kinder zunehmend in Isolation und Vereinsamung getrieben würden, so Riess Passer.

Problematisch sei weiters, dass heute die Erziehungstätigkeit mehr und mehr auf die Schulen verlagert würde, was für diese eine wachsende Herausforderung darstelle, vor allem auch im Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern und Problemkindern.

Kinder und Jugendliche seien mit neuen Problemen und Gefahren konfrontiert, so Riess Passer. Dazu würden das Internet und seine vielfältigen Gesichter zählen, vor allem auch im Zusammenhang mit Kinderpornographie, weiters nannte Riess Passer auf Gewaltanwendung basierende Computerspiele, steigenden Drogen-, und Alkoholkonsum uam.

Die Vizekanzlerin verwies auf die unterschiedlich gelagerten und divergenten Jugendschutzbestimmungen und Jugendschutzgesetze, die auch in Österreich oft unbekannt und inhaltlich unterschiedlich seien.

Riess Passer führte in ihrer Analyse weiters aus, dass die Freigabe für Filme international und national völlig verschieden und nur schwer nachvollziehbar sei und fordert auch in diesem Bereich eine neue Sensibilität ein.

In ihrer Funktion als Sportministerin unterstrich Riess Passer die Bedeutung der sportlichen Betätigung sowohl im Bereich der mentalen Heilung als auch als Grundlage zur Ausbildung und Stärkung des Selbstbewusstseins. In diesem Zusammenhang kritisierte Riess Passer, dass Sport für Jugendliche mehr und mehr an Bedeutung verliere, und forderte den schulischen Bereich dazu auf, für eine verbesserte Motivation der Jugendlichen zu sorgen.

Riess Passer nannte unterschiedliche Projekte ihres Ministeriums, wie beispielsweise Pilotprojekte für Frauen und Mädchen in Afghanistan, Projekte mit Flüchtlingskindern und ehemaligen Jugendsoldaten, Pilotprojekte mit Drogenabhängigen Jugendlichen. Ziel all dieser Projekte sei es, den Jugendlichen und Kindern Hilfe, Beistand und Unterstützung zu bieten, um die oft dramatischen seelischen und körperlichen Schäden zu überwinden und neue Lebensenergie zu fassen, unterstrich die Vizekanzlerin.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Andrea Krametter
Pressesprecherin
Tel.: ++49 1 53 115-2132

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BVK/BVK/OTS