Kunst gegen Gewalt

Wien (OTS) - Claudio Abbado
Gustav Mahler, Symphonie Nr. 7
13. Mai 2002, Wien

Musik gegen die Gewalt der Oberflächlichkeit

Der scheidende Chefdirigent des Berliner Philharmonischen Orchesters, Claudio Abbado, dirigiert zum letzten Mal Gustav Mahlers "Symphonie Nr. 7".

Abbado ist mit Mahlers Werk aufs Engste verbunden, hat schon 1986 das Gustav Mahler Jugendorchester gegründet und damit schon vor dem Fall des Eisernen Vorhangs einen zutiefst völkerverbindenden Akt gesetzt. "Das Beste der Musik steht nicht in den Noten", schreibt Mahler "Im eigenen Wort".

Der am 7. Juli 1860 im böhmischen Kalischt Geborene zählt zu den umstrittensten Komponisten überhaupt und ist heute beim Publikum so beliebt, wie es vielleicht nur ein zuvor Verfemter, Bekämpfter, Verhöhnter werden kann. Insofern entspricht er selbst jenen Anforderungen am besten, die er laut Alma Mahler-Werfel an seine Umwelt richtete: "Ich liebe nur die Menschen, die übertreiben. Die, die untertreiben, interessieren mich nicht." Und die 7. Symphonie wiederum steht quasi als Prototyp für diese Geisteshaltung, wurde doch vor allem sie über lange Zeit nicht "verstanden", geradezu ignoriert und beschämend selten dargeboten. Mahler komponierte sie zwischen 1904 und 1905, die erste Aufführung erfolgte am 19. 9. 1908 in Prag.

Das Werk vereint auf höchst beeindruckende Weise musikalische Höhepunkte, "schwierige" Stellen und sogar satirische Elemente. Claudio Abbado hat die 7. Symphonie mit der Chicago Symphony auf Platte bzw. CD eingespielt.

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