FP-Sichrovsky: Normalisierung zwischen IKG und Regierung liegt bei Muzicant

FPÖ-ÖVP-Regierung hat mehr für Jüdische Gemeinde getan, als alle Regierungen zuvor

Wien, 2002-05-13, -(fpd)- "Das Bedürfnis der Israelitischen Kultusgemeinde Österreichs nach einer Verbesserung der Zusammenarbeit mit der FPÖ-ÖVP-Regierung, um die finanziellen Probleme der Gemeinde zu lösen, ist nicht von der Normalisierung der Gesprächsbasis zwischen Gemeinde und Regierung zu trennen", stellte heute der freiheitliche Generalsekretär Mag. Peter Sichrovsky fest. Während die italienischen Jüdischen Gemeinden ihr Verhältnis sogar zu den ehemaligen italienischen Neofaschisten, der Alleanza Nazionale und ihrem Parteivorsitzenden Gianfranco Fini normalisiert hätten und Fini für dessen Kritik an Le Pen lobten, sei eine vergleichbare Entwicklung in Österreich nicht zu beobachten, obwohl die derzeitige Führung der FPÖ ebenso klare Worte der Verurteilung gegenüber Le Pen gefunden habe. Sichrovsky: "Die parteipolitische Verwicklung der derzeitigen IKG-Führung mit den Sozialdemokraten erschwert eine Normalisierung der Religionsgemeinschaft mit der Regierung und auch eine Verbesserung der Beziehung zu Israel."****

"Wenn sich wohlhabende Vertreter der IKG mit dem Chef der SPÖ, Dr. Gusenbauer in einem Luxusrestaurant treffen, um über eine finanzielle Unterstützung des Wahlkampfes der Sozialdemokraten zu diskutieren, ist es schwer einzusehen, warum eine durch die IKG konsequent verurteilte und kritisierte Regierung diese Gemeinde finanziell unterstützen soll. Es ist mit Recht zu erwarten, daß die IKG ebenso wie andere Religionsgemeinschaften politisch neutral und offen gegenüber allen Parteien agiert und sich nicht von einzelnen politischen Gruppierungen mißbrauchen läßt", fordert der Generalsekretär. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung sei sicherlich Muzicants Kritik gegenüber den hetzerischen Aussagen einzelner SPÖ-Politiker gegenüber Israel. "Die Vertreter der FPÖ, die eine durchaus normale Gesprächsbasis zu vielen Vertretern des jüdischen Lebens in Österreich haben, die außerhalb der offiziellen Gemeinde agieren, sind jederzeit dazu bereit, auch ihr Verhältnis zu der IKG zu normalisieren. Die Unterstützung des Abkommens zur Entschädigung der Holocaust-Opfer durch die FPÖ-ÖVP-Regierung und auch die Bereitschaft der Landeshauptleute auf die finanziellen Forderungen der IKG einzugehen, zeigt den Willen der Vertreter von FPÖ und ÖVP diesen sinnlosen Streit endlich zu beenden. Der Ball liegt nun bei den Vertretern der IKG", schloß Sichrovsky.

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