Schlagartig reagieren bei Schlaganfall

Wien (OTS) - Plötzlich auftretende Lähmungserscheinungen sowie Sprach- und Sehschwierigkeiten sind Symptome, die auf einen Schlaganfall hindeuten. Etwa 20.000 Österreicher sind jährlich davon betroffen. Mehr als 60.000 müssen mit den Folgen leben. Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache in Österreich. "Obwohl sich die Versorgung solcher Patienten in den letzten Jahrzehnten sehr verbessert hat, vergeht in vielen Fällen immer noch zu viel Zeit, bis Patienten oder Angehörige die Symptome richtig deuten und den Notarzt rufen. Je früher aber die Behandlung beginnt, desto größer sind die Chancen, Folgeschäden zu vermeiden", sagt Dr. Susanne Schunder-Tatzber vom Österreichischen Roten Kreuz.

Ausgelöst wird ein Schlaganfall in etwa 80 Prozent der Fälle durch Blutgerinnsel, die durch Blut aus dem Herzen oder der Halsschlagader ins Gehirn geschwemmt werden und dort Gefäße verschließen. Es kommt zu einer Durchblutungsstörung, Gehirnzellen sind von der Sauerstoffversorgung abgeschnitten und beginnen abzusterben. "Der Betroffene kann an akut auftretenden Gefühlsstörungen, Schwächen oder Lähmungen in Armen, Beinen oder Gesicht, die meist auf eine Körperhälfte beschränkt sind, Sehstörungen, wenn plötzlich ein Teil des Gesichtsfeldes fehlt oder Doppelsichtigkeit, aber auch an Sprachunfähigkeit oder gestörtem Sprachverständnis, sowie an plötzlichem Schwindel leiden.", so Schunder-Tatzber.

Bei einem Schlaganfall hilft nur raschest mögliche ärztliche Versorgung, um Folgeschäden wie bleibende Lähmungen, Bewegungs- oder Sprachstörungen möglichst gering zu halten. Die Behandlung im Krankenhaus hat das Ziel, die Gerinnsel im Gehirn aufzulösen und weitere zu verhindern.

Treten die genannten Symptome auf, sollte nicht lange überlegt, sondern gleich der Notarzt verständigt werden. Schunder-Tatzber zur weiteren Ersten Hilfe: "Sorgen Sie für Frischluft und öffnen Sie beengende Kleidungsstücke. Lagern Sie den Patienten mit leicht erhöhtem Oberkörper und versuchen Sie, den Patienten zu beruhigen. Da bei schweren Schlaganfällen auch Bewusstsein und Atmung beeinträchtigt werden können, müssen diese Lebens-funktionen kontrolliert werden, um rasch reagieren zu können."

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