Neue SJ-Kampagne: "Zeitbombe Jugendarbeitslosigkeit" - Aktionstage in Niederösterreich

Utl.: Kollross: Arbeitslosigkeit ist kein Schicksal, sondern Produkt einer falschen Wirtschaftspolitik!

Wien (SK) Am Montag, dem 13. Mai 2002, wird die eine groß angelegte Kampagne der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ) "Zeitbombe Jugendarbeitslosigkeit", die vor drei Wochen in Wien gestartet wurde, in Niederösterreich fortgesetzt. Dies kündigte SJÖ-Vorsitzender Andreas Kollross am Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ an. ****

Um 10.00 Uhr wird es vor der Wirtschaftskammer in St. Pölten eine Auftaktaktion geben. Ab 11 Uhr wird die Aktion vor dem polytechnischen Lehrgang in St. Pölten fortgeführt, kündigte der Landesvorsitzende der SJ Niederösterreich, Bernhard Wieland, an.

Die ganze Woche wird die Sozialistische Jugend in Niederösterreich auf die Problematik der Jugendarbeitslosigkeit aufmerksam machen. Dabei haben die Betroffenen die Möglichkeit, mittels eines mobilen Faxgerätes ein Protestfax direkt an den Wirtschafts- und Arbeitsminister zu senden und so ihren Unmut auszudrücken, führte Wieland weiter aus.

Arbeitslosigkeit sei kein Schicksal, sondern Produkt einer falsch ausgerichteten Wirtschaftspolitik, ergänzte Kollross, und kritisierte dabei die getroffenen Maßnahmen seitens der Bundesregierung im Zuge des Lehrstellenmangels. "Diese Politik führt nicht zu mehr Lehrplätzen, sondern ausschließlich zu dickeren Unternehmer-Brieftaschen", so Kollross. Als Beispiel nannte der SJÖ-Vorsitzende die Verlängerung der Vorlehre, die Verkürzung der Behaltefrist, die Ausdehnung der Nachtarbeit und die Verlängerung der Probezeit.

Wieland stellte dazu fest, dass nur ein Umdenken in der Lehrlingspolitik auch zu einer qualitativen und quantitativen Verbesserung führen kann. Der dualen Lehrlingsausbildung ist der Partner abhanden gekommen, da sich die Wirtschaft immer mehr aus ihrer Verantwortung "wegstiehlt". Deshalb sei es auch nicht dienlich, an diesem System festzuhalten, die duale Lehrlingsausbildung sollte durch ein "triales Ausbildungssystem" ersetzt werden, so Wieland.

Kollross und Wieland sprachen sich auch für eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich aus, um die immer größer werdende Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Wenn mit immer weniger Aufwand immer mehr produziert würde, könne die Lösung nur in einer umfangreichen Verteilungsdiskussion zu suchen sein. Arbeitszeitverkürzung und Wertschöpfungsabgabe sollten dabei im Zentrum der Debatte stehen.

Über 10.000 Jugendliche suchen in Österreich momentan einen Lehrplatz. Mehr als 40.000 Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahre sind arbeitslos. "Diese Regierung bekämpft nicht die Arbeitslosigkeit, sondern die Arbeitslosen, und verschärft damit die Situation für die Betroffenen." Aus diesem Grund, so Kollross abschließend, werde seitens der Sozialistischen Jugend mit dieser Kampagne in allen Bundesländern in den nächsten Wochen auf diese Situation aufmerksam gemacht.

In Niederösterreich macht die Kampagne an folgenden Tagen halt:

Montag, den 13. Mai ab 10.00 Uhr Auftaktaktion vor der Wirtschaftskammer in St. Pölten
Montag, den 13. Mai ab 11.00 Uhr vor dem Polytechnikum St. Pölten Dienstag, den 14. Mai ab 11.00 Uhr vor dem Polytechnikum Hollabrunn Mittwoch, den 15. Mai ab 11.00 Uhr vor dem Polytechnikum Wr. Neustadt Donnerstag, den 16. Mai ab 11.00 Uhr vor dem Polytechnikum Scheibbs Freitag, den 17. Mai ab 11:00 Uhr vor dem Polytechnikum Mistelbach (Schluss) ml

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