Abstimmung über Alternativmodell zum Verbleib der Medizinischen Fakultäten im Universitätsverbund hat NICHT die erforderliche Abstimmungsmehrheit bekommen.

Das Abstimmungsergebnis - das jetzt auch in Berichtform offiziell an das Ministerium erging - lässt formal keinen Interpretationsspielraum zu!

Wien (OTS) - Bezug nehmend auf die APA0576 vom 8. Mai rund um die Ergebnisse der Abstimmungen über den möglichen Verbleib oder die Ausgliederungen Medizinischer Fakultäten aus ihren jeweiligen Stammuniversitäten weißt der Vorsitzende des Fakultätskollegium, Prof. Eduard Auf, abermals darauf hin, dass bei der am Freitag dem 3.5. abgehaltenen Abstimmung des Kollegiums über die Zustimmung zu einem "gemeinsamen Universitätsrat", wie ihn der Alternativvorschlag des Rektoren-Dekane-Papiers vom 16. April vorsieht, "nicht die erforderliche Stimmenmehrheit erhalten hat, wenngleich das Ergebnis sehr knapp war."

Wie richtig kolportiert wurde, sprachen sich von 38 abgegebenen Stimmen 19 Fakultätskollegiums-Mitglieder für, aber 18 gegen diesen Vorschlag aus, ein Mitglied enthielt sich der Stimme. Das Universitätsorganisationsgesetz (UOG93, §15 Abs. 1) hält dazu ausdrücklich fest: "Stimmen mehr als die Hälfte der in der Sitzung anwesenden Mitglieder, Ersatzmitglieder und der durch Stimmübertragung ausgewiesenen Mitglieder für den Antrag, so gilt er, soweit dieses Bundesgesetz nichts anderes bestimmt, als beschlossen."

Durch eine Stimmenthaltung ist die erforderliche Mehrheit für die Zustimmung zu einem "gemeinsamen Universitätsrat" tatsächlich nicht erreicht worden. Dadurch ist in letzter Konsequenz auch das Alternativ-Modell der Rektoren und Dekane vom 16. April nicht angenommen worden.

Dass eine Gruppe der Befürworter mit diesem Ergebnis nicht zufrieden ist, dürfe nicht dazu führen, die formalen demokratischen Spielregeln in Frage zu stellen, so Auff. Das Ergebnis der Abstimmung lässt - formal gesehen - keinerlei semantischen Interpretationsspielraum zu.

Dieses Ergebnis der Abstimmung erging - wie ebenfalls vom Ministerium gewünscht - gestern Mittwoch in schriftlicher Berichtform offiziell an das Ministerium, wo die Ergebnisse der Abstimmungen aller drei Fakultäten auch zur Entscheidungsfindung herangezogen werden können.

Politische Interpretationen und die politische Entscheidung für oder gegen die Ausgliederung der Medizinischen Fakultäten zu eigenständigen Medizinuniversitäten sind jedenfalls nicht Angelegenheit der Medizinischen Fakultät oder gar einzelner sich dazu berufen fühlender einzelner Proponenten von Interessensgruppierungen, so der Vorsitzende des Fakultätskollegiums abschließend.

Aussendung unter inhaltlicher Verantwortung von:
Univ.-Prof. Dr. Eduard Auff , Vorsitzender des Fakultätskollegiums der Medizinischen Fakultät und Vorstand der Univ.-Klinik für Neurologie ,Medizinische Fakultät der Universität Wien

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