FCG-Dragosits verlangt Wiedereinführung des Entgeltfortzahlungsfonds

Bundesregierung hat Kündigung kranker Arbeitnehmer provoziert

Wien (OTS) - Die sofortige Wiedereinführung des Entgeltfortzahlungsfonds fordert heute der FCG-Obmann in der Gewerkschaft Bau-Holz im ÖGB, Richard Dragosits: "Unter dem Slogan "Senkung der Lohnnebenkosten" wurde im Jahr 2001 der Entgeltfortzahlungsfonds mit verheerenden Folgen für die Arbeitnehmer aufgelöst. Im Falle von Krankenständen werden Arbeitnehmer jetzt immer öfter gekündigt, da jetzt für die Fortzahlung des Gehaltes nicht mehr der Fonds aufkommt, sondern der Arbeitgeber. Die direkte Belastung der Arbeitgeber und die Kündigung kranker Arbeitnehmer hat die Bundesregierung damit geradezu vorprogrammiert und provoziert."

Kündigungen kranker ArbeitnehmerInnen sind nicht Einzelfälle, sondern werden System

Dragosits zu den konkreten Erfahrungen seit der Abschaffung des Entgeltfortzahlungsfonds: "Im Falle von Krankenständen, der längeren Arbeitsunfähigkeit etwa nach größeren Operationen, damit notwendigen Kuraufenthalten, werden ArbeitnehmerInnen jetzt immer öfter gekündigt, da jetzt für die Fortzahlung des Gehaltes nicht mehr der Fonds aufkommt, sondern der Arbeitgeber. Oftmals wird auf die ArbeitnehmerInnen Druck ausgeübt, das Dienstverhältnis "einvernehmlich" für die Krankenstandszeit aufzulösen, da damit die Kosten dann auf die Krankenkassen überwälzt werden. Die propagierte Senkung der Lohnnebenkosten fand damit nur auf dem Papier statt, denn die Kosten sind jetzt direkt zu den Unternehmern übergewälzt worden, die Folgen der Kündigungen treffen die ArbeitnehmerInnen.

Dragosits, der auch ÖAAB-FCG-Kammerrat in der AK-NÖ ist und dessen Fraktion die ÖGB-Aktion gegen die Senkung der Lohnnebenkosten unterstützt, betont auch, dass die Streichung des Entgeltfortzahlungsfonds ein klarer Beweis gegen die Behauptungen der Wirtschaftskammer ist, die Senkung der Lohnnebenkosten ginge nicht zu Lasten der Arbeitnehmer ginge.

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Richard Dragosits
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