Graf: Absage an jedweden Radikalismus

Totengedenken ging friedlich und in Würde vonstatten -Linksextremistische Fanatiker versuchten einmal mehr, Gewalt auszuüben

Wien, 2002-05-09 (fpd) - "Von welcher ideologischen Seite die Gewalt ausgeht, war gestern wieder einmal sehr gut zu erkennen", meinte heute der freiheitliche Abg. Dr. Martin Graf, Sprecher der Plattform "SOS Grundrechte und Demokratie". ****

Während das Totengedenken der Korporationen - wie nicht anders zu erwarten - friedlich und in Würde vonstatten gegangen sei, hätten haßerfüllte linksextremistische Gruppierungen einmal mehr versucht, Gewalt auszuüben. Graf zollte der österreichischen Exekutive Lob und Anerkennung, die sich von den Provokationen der linksextremistischen Fanatiker und ihrer irregeleiteten Satrapen nicht habe aus der Ruhe bringen lassen. Durch dieses besonnene Vorgehen biete Österreich auch ein internationales Vorbild, meinte Graf.

Die Beschädigung des Siegfriedskopfs in der Aula der Universität Wien hätten die für den Schutz der Universitätseinrichtungen zuständigen Organe zu verantworten. Der nicht oder zu spät herbeigerufenen Exekutive sei daraus kein Vorwurf zu machen. Zur Schändung des Siegfriedskopfs meinte Graf außerdem, einen Satz des Burschenschafters Heinrich Heine paraphrasierend: "Wer Denkmäler massakriert, massakriert bald auch Menschen." Graf zeigte sich auch erschüttert über die im ORF zu sehenden Vermummten, welche die Schändung des Siegfriedskopfs mit begeistertem Gejohle begleitet hätten. Dies zeige auch die Dringlichkeit der baldigen Umsetzung des Vermummungsverbots.

Und weiter meinte Graf: "Wir dürfen trotzdem nicht vergessen, daß viele der Demonstranten nur aufgrund gezielter Fehlinformationen glaubten, gestern gegen eine nicht existierende ‚faschistische Gefahr' auftreten zu müssen. Viele der jungen Menschen, die gestern von der linksextremistischen Seite mißbraucht wurden, wissen schlicht und ergreifend nicht, daß gerade die Burschenschafter Antitotalitaristen und Antifaschisten der ersten Stunde waren. Sie wissen nichts von 1848 und vom 20. Juli 1944, Daten, denen sich ein jeder Burschenschafter verpflichtet fühlt. Namen aus der Revolution von 1848 wie Hans Kudlich oder Robert Blum und der Widerstandskämpfer vom 20. Juli 1944 wie Claus Schenk von Stauffenberg, Henning von Tresckow und Yorck von Wartenburg lassen noch heute das Herz eines jeden Burschenschafters höher schlagen."

Wie Graf weiter ausführte, müsse man mit den Menschen, die gegen das Totengedenken demonstriert hätten, in einen Dialog eintreten. Viele von ihnen seien nämlich fehlgeleitete Idealisten, die aufgrund sozialer Deklassierung glaubten, ihre Daseinsberechtigung nur in einer "Anti"-Haltung finden zu können. "Man muß diesen Menschen zeigen, daß es auch Dinge auf dieser Welt gibt, für die man sein kann. Man darf sie nicht den linksextremen Weltuntergangsideologen überlassen, sondern man muß ihnen ein positives Weltbild vermitteln, die Idee, daß es auch ein lebenswertes Leben gibt, abseits von Kifferstuben und Karlsplatz." Gerade die freiheitlichen Korporationen würden für die Vermittlung eines positiven Weltbilds stehen, eines Weltbilds, das nicht selbstzerstörerisch und suizidär sei, sondern auf Werten aufgebaut sei, die ihre Gültigkeit bewiesen hätten.

Graf warnte abschließend vor jeder Art von politischem Radikalismus. "Noch jeder, der versprochen hat, das Paradies auf Erden zu errichten, hat seine Anhänger und viele Millionen anderer Menschen direkt in die Hölle geführt. Das belegen Beispiele wie Lenin, Hitler, Stalin oder Pol Pot auf das eindringlichste." Gerade als Burschenschafter, der sich dem Erbe Blums und Stauffenbergs verpflichtet fühle, könne man das nicht oft genug betonen. Für Strömungen, die die Freiheit des Einzelnen in Frage stellten, dürfe im 21. Jahrhundert kein Platz sein. Dies möge sich auch das linksextremistische Sammelsurium des gestrigen Tages ins Stammbuch schreiben. "Wir stehen für Menschenrechte und für die Entfaltung des einzelnen Menschen, den niemand in ein Schema pressen darf, sei es links oder rechts", betonte Graf. (Schluß)

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