Literaturstipendium für Paula Köhlmeier

Überraschung bei Text Nummer 19

Bregenz (VLK) - Die Entscheidung der Jury ist gefallen:
Paula Köhlmeier ist die Trägerin des Vorarlberger Literaturstipendiums 2002. Kultur-Landesrat Hans-Peter
Bischof hofft, dass damit das Land einen Impuls zur Weiterentwicklung dieses literarischen Talents leisten
kann. Die 30 Bewerbungen, die die Jury vor eine große Herausforderung stellten, wertete Bischof als Beweis für
die lebendige Literaturszene Vorarlbergs. ****

Die Entscheidung der sich aus sieben Mitgliedern zusammensetzenden Jury fiel knapp zwischen den zwei
herausragenden Texten von Paula Köhlmeier und Wolfgang
Bleier. Die Begründung zum Siegertext: "Es handelt sich um
eine ungemein atmosphärische, manchmal sehr zarte Prosa.
Sie ist getragen von einer Sprachprägnanz ohne unnötige
Zutaten, die poetische Wirkung wird durch unprätentiös und minimalistisch eingesetzte Stilmittel erzeugt. Aus
überzeugender literarischer Kompetenz heraus werden Alltagsvorgänge mental und emotional authentisch
versprachlicht. Besonders dicht und berührend sind die
dialogischen Passagen in Paula Köhlmeiers Texten."

Die für das Literaturstipendium eingereichten Texte
werden mit Nummern versehen, damit die Jury eine anonyme
Beurteilung durchführen kann und erst im Nachhinein
erfährt, von wem der Text stammt. Nach der Entscheidung für
den Text Nummer 19 war die Überraschung nicht klein, als
sich herausstellte, dass es sich bei der Verfasserin Paula Köhlmeier um die Tochter von Monika Helfer und Michael
Köhlmeier handelt.

Paula Köhlmeier ist 20 Jahre alt und wollte immer schon Schriftstellerin werden. Nach ihrer Tätigkeit als
Pflegehelferin war sie acht Monate in Mexico und arbeitet
derzeit als Filmvorführerin und PR-Agentin in Wien.

Landesrat Bischof betonte, dass er es als
kulturpolitische Aufgabe des Landes sehe, "das literarische
Schaffen zu unterstützen und zu fördern". Deshalb soll mit
dem Literaturstipendium, das mit 6.550 Euro dotiert ist und
in sechs Raten ausbezahlt wird, eine finanzielle
Absicherung der Preisträger zur Konzentration auf das
literarische Schaffen und eine wirtschaftliche
Erleichterung für das künstlerische Arbeiten erreicht
werden. Ein Arbeitsstipendium in Höhe von 1.000 Euro erhält
der ganz knapp an die zweite Stelle gereihte Wolfgang
Bleier.
(so/gw,nvl)

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: 05574/511-20137
Fax: 05574/511-20190
Hotline: 0664/625 56 68 oder 625 56 67
presse@vorarlberg.at
http://www.vorarlberg.at/presse

Landespressestelle Vorarlberg

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVL/NVL