Transporteure: AK verwendet Studie zur Road Pricing - Lizitation Bauer: "Road Pricing-Satz von 40 Cent ist illusorisch"

Wien (PWK326) - "Die AK benützt eine Literaturstudie über Transportkosten als Vehikel, um den Road Pricing-Satz in die Höhe zu lizitieren," reagiert der Geschäftsführer des Fachverbandes Güterbeförderung in der WKÖ, Rudolf-Christian Bauer. Die AK hatte gestern, Dienstag, in einer Pressekonferenz einen Road Pricing-Satz von 40 Cent gefordert. Bauer verweist diese Forderung "in das Reich der Illusionen".

Es sei den Ideologen in der AK offenbar nicht klar, dass letztlich der Konsument das Road Pricing bezahlen werde. Die Transporteure sind nur die Inkassanten für den Staat. Jedem Insider sei auch klar, dass schon der Durchschnittssatz von 22 Cent sehr hoch
bemessen ist.

Sicher sei, dass das Road Pricing zu einem Teuerungsschub führen wird, da das Road Pricing je nach Standort und Standortqualität unterschiedlich "zuschlagen" wird. "Die Konsumenten werden zweifach leiden: durch die Erhöhung der Verbraucherpreise und durch den Verlust von Arbeitsplätzen bei Firmen mit schlechten Voraussetzungen für das Road Pricing.

"Ganz sicher ist, dass die Transporteure das Road Pricing nicht tragen können", stellt Bauer klar. Jeder noch so kleine Versuch eines Transporteurs, das Road Pricing selbst zu tragen, würde mit Sicherheit beim Insolvenzrichter enden.

"Das Road Pricing darf nur im Gleichklang mit Deutschland eingeführt werden. Gleichklang heißt: gleicher Termin, gleiches System, gleicher Tarif, gleicher Zeitpunkt. Im Gleichklang bedeutet: Harmonisierung. Und Harmonisierung bedeutet geordneter Wettbewerb", formuliert der Fachverbandsgeschäftsführer.

Besonders streicht Bauer die Notwendigkeit der "Interoperabilität" heraus: "Es kann und darf nicht sein, dass wir drei oder mehr 'Kastln' im LKW haben: eines für die Ökopunkte, eines für das deutsche Road Pricing, eines für das österreichische Road Pricing und ein weiteres für alles andere".

Zum Gutachter Herry stellt Bauer fest: "Dr. Herry hat für die Wirtschatt eine hervorragende Studie über die EU-Erweiterung gemacht. Hätte er im Zuge seiner Arbeiten auch die von der AK verbreiteten Erkenntnisse gewonnen, hätte er uns sicher darauf aufmerksam gemacht, denn die Kostenfrage steht in engem Zusammenhang mit der EU-Erweiterung. Außerdem versucht die AK, den Frächterskandal, der schon längst bewältigt ist, wieder aufzuwärmen. Die Aktion scharf der Kontrollbehörden hat bei ca. 700 kontrollierten Betrieben (Stichprobe) nur zehn illegal Beschäftigte gefunden." (hp)

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Mag. Rudolf-Christian Bauer
Fachverband für Güterbeförderungsgewerbe
Tel.: (++43-1) 961 63 63

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