8. Mai: Grußbotschaft von Nationalratspräsident Heinz Fischer zum "Fest der Demokratie"

Fischer: Historische Tatsachen dürfen nicht verfälscht und relativiert werden

Wien (SK) In einer Grußbotschaft zum "Fest der Demokratie" anlässlich des 8. Mai betont Nationalratspräsident Heinz Fischer am Mittwoch, dass historische Tatsachen im Zusammenhang mit der Kapitulation des Nazi-Regimes nicht verfälscht werden dürfen. "Gemeinsam und friedlich werden wir verhindern, dass die Bedeutung des Zusammenbruchs der NS-Diktatur für die weitere Entwicklung Österreichs und Europas relativiert wird", unterstreicht Fischer. ****

Die Grußbotschaft des Nationalratspräsidenten zum "Fest der Demokratie" im Wortlaut:

"Ich begrüße alle sehr herzlich, die heute ein friedliches und gewaltfreies Bekenntnis zur Demokratie und zu unserer Zweiten Republik ablegen und damit eine Absage an Gewalt und NS-Ideologie zum Ausdruck bringen.

Der 8. Mai ist in der Geschichte Europas ein wichtiges Datum. Im Jahr 1933 hat in Deutschland die NS-Diktatur begonnen und ist am 8. Mai 1945 zu Ende gegangen. Im März 1938 hat Hitler-Deutschland den Anschluss Österreichs an Deutschland erzwungen. Auch dieser Anschluss ist mit dem Zusammenbruch der NS-Herrschaft de facto zu Ende gegangen. Und im September 1939 hat Hitler den Zweiten Weltkrieg als Angriffskrieg vom Zaun gebrochen, der - nach Millionen Toten - mit der bedingungslosen Kapitulation Hitler-Deutschlands am 8. Mai in Europa zu Ende gegangen ist.

Diese historischen Tatsachen dürfen nicht verfälscht werden. Auch und gerade diese Wahrheit ist zumutbar. Gemeinsam und friedlich werden wir verhindern, dass die Bedeutung des Zusammenbruchs der NS-Diktatur für die weitere Entwicklung Österreichs und Europas relativiert wird. Die Zukunft Österreichs gehört der Demokratie, dem Dialog und der Gewaltfreiheit." Schluss (hm)

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