WAS DÜRFEN SKATER, SCOOTERFAHRER UND CO?

KfV informiert über die rechtlichen Grundregeln für Benützer von Trendsportarten und fordert mehr Rücksicht auf die rollenden Sportler bei verkehrsorganisatorischen Maßnahmen

Wien (OTS) - Es scheint als ob der Frühling nun nicht nur im Kalender Einzug gehalten hat. Verspätet, aber doch, locken die warmen Temperaturen der letzten Tage zahlreiche Hobbysportler ins Freie. Fahrradfahren, Laufen und Co gehören bereits zu den Dauerbestsellern für Bewegungshungrige. Trendige Sportgeräte, darunter Inline-Skates, Skate-, Kick- und Snakeboards oder Scooter sorgen nicht nur für Abwechslung im Freizeitsektor, sondern auch auf öffentlichen Verkehrswegen. Damit es nicht zu folgenschweren "Crashes" zwischen den unterschiedlichen Verkehrsteilnehmern kommt, die sich auf Rollen, Rädern oder den eigenen Beinen fortbewegen, gilt es einige rechtliche Grundregeln zu erfüllen. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) informiert und schafft Klarheit im Paragraphendschungel. "Durch die rasante Entwicklung im Trendsportarten-Bereich und um langfristig Erfolge zu erzielen, sind eine klare gesetzliche Regelung und Kontrolle notwendig. Zusätzlich sind verstärkte Bewusstseinsbildung sowie verkehrsorganisatorische und straßenbauliche Maßnahmen - wie zum Beispiel eine übersichtliche Gestaltung der Kreuzungen, um auf den längeren Bremsweg der Inline-Skater Rücksicht zu nehmen - für die Sicherheit unumgänglich", weist KfV-Direktor Dr. Othmar Thann hin.

Gesetz für Inline-Skater und Rollschuhfahrer seit 1998

Seit 22. Juli 1998 gibt es in Österreich eine ausdrückliche gesetzliche Regelung für Inline-Skater und Rollschuhfahrer, die zu den modernsten Europas zählt. Für die restlichen Trendsportgeräte sind laut Mag. Armin Kaltenegger, Leiter der KfV-Rechtsabteilung, keine zusätzlichen Verordnungen und Gesetzesänderungen nötig, da diese ausreichend flexibel angelegt sind: "Zwar ist die Rechtsgrundlage für diese Aktivitäten in der Straßenverkehrsordnung schwer zu entnehmen, dennoch gibt es klare, einfache und verständliche Regeln für alle Trendsportgeräte, welche Verkehrsflächen verwendet werden dürfen, welche Regeln dabei einzuhalten sind und wie alt die Benützer sein müssen."

Keine Benützungspflicht von Radfahranlagen für Skater!

Für Benützer aller Trendsportgeräte (Skater, Scooter, Snake-, Skate- und Kickboard) gelten Gehsteig, Gehweg, Fußgängerzone, Wohnstraße und Spielstraße als erlaubte Zone. Zusätzlich dürfen Inline-Skater auf Rollschuhstraßen und Radfahranlagen - das sind Radwege, gemeinsame Geh- und Radwege, Radfahrstreifen, Mehrzweckstreifen und Radfahrüberfahrten - fahren (außerhalb eines Ortes dürfen nur Radwege benützt werden). Für Inline-Skater besteht keine Benützungspflicht von Radfahranlagen - im Gegensatz zu Radfahrern.

Auch Skater, Scooter und Co haben Pflichten

Bestimmte Verhaltensregeln müssen von allen eingehalten werden: So dürfen Fußgänger nicht gefährdet oder behindert werden, ist ein Fußgänger in der Nähe muss besonders langsam gefahren werden. Prinzipiell müssen alle Benützer von Trendsportarten die geltenden Fußgängerpflichten einhalten. Ausnahme: Für Inline-Skater auf Radfahranlagen gelten die Radfahrerpflichten, wie zum Beispiel:
· Einhaltung der vorgeschriebenen Fahrtrichtung
· Rechtsfahrverbot
· Vorrangregeln
· Höchstgeschwindigkeit auf Radfahrüberfahrten 10 km/h
· Alkohollimit 0, 8 Promille

Auch die Altersgrenze ist gesetzlich geregelt: Ab 12 Jahren dürfen Kinder alleine fahren, mit Radfahrausweis ab 10 Jahren. Darunter muss eine zumindest 16-jährige Aufsichtsperson dabei sein. In Wohnstraßen gibt es kein gesetzliches Mindestalter.

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