Industrie: Österreich ist Erweiterungsgewinner Nummer 1

Industriellenvereinigung startet Informationskampagne "Europa wächst zusammen" - IV-GS Fritz: "Information als Medizin gegen Populismus" -Hauptzielgruppen Industrie-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und deren Familien sowie Schülerinnen und Schüler - IV nützt ihr Europa-Know-how für die Stimmung zur EU-Erweiterung

Wien (PdI) "Österreich erhält - darüber sind sich alle seriösen Studien einig - durch die Erweiterung eine große zusätzliche Wachstums- und Wohlstandschance. Wir erhalten das größte Stück vom Erweiterungskuchen", betonte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung, Dkfm. Lorenz Fritz, auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit EU-Kommissar Dr. Franz Fischler. Die Industriellenvereinigung startet daher eine Informationskampagne unter dem Titel "Europa wächst zusammen" mit den Hauptzielgruppen Industrie-Mitarbeiter und deren Angehörige sowie Schülerinnen und Schüler. Diese Zielgruppen und die Bevölkerung in den Grenzregionen sollen primär für die Jahrhundertchance Erweiterung gewonnen werden:
"Richtige Information ist Medizin gegen Populismus"

Klar bezog der IV-Generalsekretär auch politisch Stellung: "Wer in Sachen Erweiterung auf der Bremse steht, steht auf der Wachstums- und Beschäftigungsbremse - und das ist grob fahrlässig für die Zukunft unseres Landes." Der Erweiterungszug rolle und er werde auch nicht entgleisen. Die Industriellenvereinigung rechnet mit einem Beitritt der ersten Kandidaten wie geplant im Jahr 2004. Sei die wirtschaftliche Erweiterung bereits weitgehend vorweggenommen, muss in Österreich nun vor allem die politische Dimension sichtbar gemacht werden. Schließlich erfolgen noch in diesem Jahr - beim Europäischen Rat von Kopenhagen am 12. und 13. Dezember - die entscheidenden politischen Weichenstellungen für die "Jahrhundertchance Erweiterung".

IV-Kampagne "Europa wächst zusammen"

Die Informationskampagne der Industriellenvereinigung "Europa wächst zusammen" wird durch eine eigene Text-Bild Marke begleitet. Neben einer Broschüre, die die Beitrittskandidaten nicht nur politisch-ökonomisch, sondern auch mit anderen nationalen Eigenheiten wie der Nationalspeise vorstellt, kommen im Printbereich auch Inserate in Regionalmedien zum Einsatz. Diese präsentieren jeweils Unternehmen, die durch die Grenzöffnung besonders profitiert haben und ihre starke regionale Positionierung durch die Erweiterung weiter absichern können.

In den Industriebetrieben werden Diskussionsveranstaltungen durchgeführt, für Schülerinnen und Schüler wird ein Schulbehelf entwickelt, der die wichtigsten Daten zur EU-Erweiterung beinhaltet. Weitere Aktivitäten sind unter anderem verschiedenste Veranstaltungsformate wie Netzwerkabende mit Meinungsbildern aus den EU-Beitrittskandidatenländern.
Die Industriellenvereinigung unterstützt darüber hinaus die Initiative "Stimmen für Europa", die aus Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und der Bürgergesellschaft über alle Parteigrenzen hinweg, besteht.

Österreicher hat EU-weit größte wirtschaftliche Vernetzung mit Beitrittskandidaten

Die Industriellenvereinigung nannte beispielhaft einige Vergleichszahlen, mit denen Kosten-Nutzen der Erweiterung verständlich gemacht werden können:

· Die Bedeutung der MOEL-Märkte für Österreich manifestiert sich im Bereich der Direktinvestitionen: 63 Prozent der österreichischen Direktinvestitionen gingen im Vorjahr nach Zentral-und Osteuropa.

· Von allen EU-Staaten exportiert Österreich am meisten in den Mittel- und Osteuropäischen Raum: Rund 13,5 Prozent der österreichischen Gesamtexporte hatten 2000 die MOEL 10 zum Ziel. Zum Vergleich: In Deutschland liegt dieser Anteil bei 8,12 Prozent, in Italien bei 5,65 Prozent.

· Das Potenzial der wirtschaftlichen Vernetzung mit den neuen-alten Handelspartnern zeigt sich auch anhand historischer Vergleichszahlen: Während im Jahr 1920 27,8 Prozent des österreichischen Exportes in die damalige Tschechoslowakei gingen waren dies im Vorjahr in die beiden mittlerweile getrennten Staaten insgesamt 4 Prozent.

· Pro Österreicherin und Österreicher "kostet" die EU-Erweiterung in den Jahren von 2001 bis 2006 25 € jährlich.

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