Vier Fünftel der Wiener gibt "48er" "Sehr gut" oder "Gut"

Zwei Euro pro Haushalt und Monat mehr für die Umwelt

Wien, (OTS) Rund zwei Euro mehr pro Haushalt und Monat für eine saubere Stadt - eine optimale Abfallwirtschaft wird dadurch für die Zukunft gewährleistet. Wien ist die sauberste Millionenstadt und bleibt auch künftig die Umweltmusterstadt. Nach knapp zehn Jahren ist eine Anpassung der Müllgebühren gerechtfertigt.

Die Stadt Wien erhöht ab 1. Juli 2002 die Gebühren für die Müllabfuhr: Rund 18 Prozent entfallen auf die Inflationsabgeltung der vergangenen neun Jahre. Weiters hat die Stadt Wien für die Deponie Rautenweg laufend eine Deponiesteuer, die drastisch ansteigt, an den Finanzminister zu entrichten. Auch das schlägt sich auf die Gebühren nieder.

Die Gebühren sind seit 1993 unverändert geblieben. Im selben Zeitraum haben jedoch die Leistungen der MA 48 deutlich zugenommen:
Die Sammelleistung hat im gleichen Zeitraum aufgrund steigender Müllmengen um 25 % zugenommen. Die Modernisierung und der Ausbau der Mistplätze zur Gratisabgabe von Alt- und Problemstoffen, die Verstärkung der getrennten Sammlung, die Maßnahmen zur Verbesserung der Kompostqualität und die Inbetriebnahme der Müllsplittinganlage tragen zur Erhaltung der Lebensqualität bei.

"Höchste Umweltqualität in der Abfallwirtschaft liegt mir am Herzen. Zudem muss der hohe Lebensstandard in der Stadt erhalten bleiben", meint Umweltstadträtin Dipl.-Ing. Isabella Kossina. "Daher müssen wir auch für die Zukunft sicherstellen, dass die Abfallwirtschaft eine kommunale Aufgabe bleibt. Die MA 48 muss auch künftig fit sein"

Was gratis ist, ist nicht umsonst

Die Leistungen der MA 48 - Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark - können sich sehen lassen: Täglich werden 2.550 Kilometer Straßennetz gereinigt und 90.000 Müll- und Altstoffbehälter entleert.

Dazu kommen auch noch viele Angebote der MA 48, die für den Bürger kostenlos sind, aber Kosten verursachen. Dazu zählen: 19 Mistplätze, 53 Problemstoffsammelstellen, die getrennte Sammlung von biogenen Abfällen in der Biotonne, von Altpapier und Altmetall und auch die Sammlung und Entsorgung von illegalen Ablagerungen von Kühlschränken bis hin zum alten Bett.

"Die exzellente Müllentsorgung und -verwertung und auch die Sauberkeit der Stadt bleiben für zwei Euro im Monat und Haushalt gewährleistet", hält Gemeinderat Heinz Hufnagl fest.

Hervorragende Noten für die "48er"

Die Wienerinnen und Wiener geben "ihrer" Müllabfuhr gute Noten, auch mit der Sauberkeit in der Stadt sind sie zufrieden. Konkret:
Jeder dritte Wiener benotet die "48er" mit Sehr gut, mehr als die Hälfte mit Gut. Die Note "Nicht genügend" kommt nicht vor.

Zu diesem Ergebnis kam eine Studie des Instituts SORA, die im Auftrag der Stadt Wien vor zwei Wochen durchgeführt wurde.

Wien kann sich im nationalen und internationalen Vergleich sehen lassen

Im nationalen und internationalen Vergleich ist die Wiener Müllabfuhr - auch nach der Gebührenerhöhung - ein kostengünstiger Anbieter.

Die Müllentsorgungskosten für Einfamilienhäuser sind in deutschen Städten wie München, Berlin, Hamburg, Zürich deutlich höher als in Wien. So zahlt man in München für die gleiche Leistung fast das Doppelte. Auch im österreichweiten Vergleich steigt Wien gut aus:
Städte wie Graz, Klagenfurt, Innsbruck, St. Pölten und Leoben haben höhere Müllgebühren, zudem kommen oft noch Zusatzentgelt für das Herausholen der Behälter.

Was bedeutet eine Erhöhung für den Einzelnen?

Dazu drei Rechenbeispiele:

Bei einem Einfamilienhaus mit einem 120-Liter-Behälter und einmal wöchentlicher Entleerung erhöht sich die jährliche Belastung um 33,80 Euro (von derzeit 130,52 Euro auf 164,32 Euro). Pro Tag sind das 0,09 Euro oder die Kosten einer SMS.

In einer Wohnhausanlage mit ausgezeichneter Mülltrennung (30 Wohnungen, ein 1.100 Liter-Behälter mit Entleerung 2x wöchentlich) erhöhen sich die Kosten pro Haushalt um ca. 22,53 Euro pro Jahr (von 2610,40 Euro auf 3.286,40 Euro für das ganze Haus). Pro Tag sind das 0,06 Euro.

In einer Wohnhausanlage mit schlechter Mülltrennung (30 Wohnungen, zwei 1.100 Liter-Behälter mit Entleerung 2x wöchentlich) erhöhen sich die Kosten pro Haushalt um ca. 45,07 Euro pro Jahr (von EUR 5220,80 auf EUR 6572,80 für das ganze Haus). Pro Tag sind das 0,12 Euro.

Allgemeine Informationen:
o Wiener Abfallwirtschaft: http://www.wien.gv.at/ma48/

(Schluss) vit

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